Rück- und Ausblick August 2020 Wirtschaft, Geldpolitik & Co

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Rück- und Ausblick: Trading News vom 17. bis 31. August 2020

Das Thema Dieselautos entwickelt sich zu einem der wichtigsten Themen im Bundestagswahlkampf. Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt Fahrverbote für Dieselautos ab und sieht nicht das Ende des Verbrennungsmotors. Die Elektromoblität solle dennoch vorangetrieben werden. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will Fahrverbote ebenfalls verhindern. Auch er sieht nicht das Ende des Verbrennungsmotors, sondern kann sich Optimierungen der Dieseltechnik vorstellen. Kürzlich erregte er jedoch mit einer verbindlichen, europäischen Quote für Elektroautos Aufsehen. In Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming trafen sich kürzlich Notenbanker von EZB, Fed und anderen Zentralbanken, Bankenbosse und Wirtschaftsexperten, um sich über die Weltwirtschaft auszutauschen. In den USA stehen nach der Sommerpause wichtige Themen wie die Erhöhung der Schuldenobergrenze an, damit der Staat nicht in Zahlungsschwierigkeiten kommt. US-Präsident Donald Trump droht allerdings damit, eine Einigung platzen zu lassen, wenn nicht im Gegenzug das Geld für die geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko bereitgestellt wird.

Wirtschaft

EU

Industrie gegen Verbot von Verbrennungsmotoren

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) ist gegen eine Quote für Elektroautos und ein Verbot von Verbrennungsmotoren. Für Dieter Kempf, den Präsidenten des BDI, seien dies planwirtschaftliche Instrumente. Für ihn ist „Technologieoffenheit“ der zentrale Begriff in der Debatte. Der Staat könne Ziele vorgeben, die Unternehmen hätten aber die Aufgabe, mit Forschung und Entwicklung Technologien zu entwickeln, die diese Ziele erfüllen. Laut Kempf lassen sich die Klimaziele der Bundesregierung nur mit einer Kombination aus Zukunfts- und Brückentechnologien wie Diesel, Biokraftstoffe und Erdgas erfüllen. Entfielen die Steuervorteile für Diesel, wäre dies auch aus Gründen des Klimaschutzes nicht gut, da ein Dieselfahrzeug weniger Kraftstoff verbraucht und weniger CO2 ausstößt als ein Benzinfahrzeug. Diesel sei als Brückentechnologie weiterhin notwendig.

Unterhaltungselektronik-Branche weiterhin im Aufschwung

Die Unterhaltungselektronik-Branche setzt ihren positiven Trend fort. Im ersten Halbjahr 2020 wurde ein Umsatzplus von 2,4 Prozent erwirtschaftet. Wie aus dem Hemix-Index, den der IFA-Veranstalter gfu, der BVT-Handelsverband Technik und die Gesellschaft für Konsumforschung veröffentlichen, hervorgeht, wurden allein mit TV-Geräten zwei Milliarden Euro umgesetzt. Bei sogenannten Settop-Boxen war der Umsatz mit 349 Millionen Euro überraschend groß. Dies hat den Hintergrund, dass im März das terrestrische TV-Signal auf DVB-T2 umgestellt wurde. Bei IT-Produkten ging der Umsatz allerdings zurück. Bei PCs ging der Umsatz um zehn Prozent zurück. Vor allem der Verkauf von Tablet-PCs ging mit einem Minus von 22,3 Prozent sehr stark zurück. Im Bereich der privat genutzten Telekommunikation konnten Smartphones und Wearables weiterhin positive Zahlen erreichen. Gemeinsam mit Elektrokleingeräten und Elektrogroßgeräten stieg der Umsatz um 2,2 Prozent.

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Großbritannien mit Überschuss

In Großbritannien führen hohe Steuereinnahmen zu einer Entlastung der Staatskasse. Im Juli konnte die Regierung einen Überschuss von 184 Millionen Pfund und damit den ersten Überschuss in einem Monat seit 2002 erzielen. Dies geht aus Zahlen des britischen Statistikamts hervor. Noch vor einem Jahr lag das Defizit bei 308 Millionen Pfund. Dennoch wird auch in dieser Statistik der Wertverfall des Pfunds deutlich. Allein im Juli lagen die Zinszahlungen der Regierung bei fast fünf Milliarden Pfund und damit 18 Prozent höher als noch vor einem Jahr.

Sorge vor Personalengpässen in Großbritannien

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Die britischen Dienstleister befürchten aufgrund des Brexit einen Personalengpass. Zu diesem Thema befragte der Industrieverband CBI 167 Unternehmen. Diese befürchten, dass aufgrund des EU-Austritts weniger ausländische Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden. Diese Sorge dadurch verstärkt, da seit dem Brexit-Votum die Zahl der Zuwanderer auf den niedrigen Stand seit drei Jahren sank. Vor allem auf osteuropäischen Ländern wie Polen und Ungarn kamen deutlich weniger Zuwanderer ins Land.

Kaum Strategieänderungen wegen Brexit

Laut einer Umfrage des Nachrichten- und Datenkonzerns Thomson Reuters passen die europäischen Firmen ihre Strategie aufgrund des anstehenden Brexits kaum an. Das Unternehmen befragte 200 Finanzvorstände in Großbritannien und weiteren europäischen Ländern. Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, dass der anstehende Brexit keine Auswirkungen auf ihre zukünftige Strategie haben wird. Laut Laurence Kiddle, dem Manager von Thomson Reuters, deute dies auf eine schwache Reaktion der Wirtschaft hin. Die befürchtete Kurzschlussreaktion bleibt damit aus. Nur zwölft Prozent der Befragten prüfte bislang eine Verlagerung ihrer Geschäfte. Nur 19 Prozent der befragten Unternehmen plane derzeit, Arbeitsplätze aus Großbritannien in andere Staaten zu verlegen. Allerdings gab jedes fünfte Unternehmen zu, dass das Brexit-Referendum sie dazu veranlasst habe, nicht weiter in Großbritannien zu expandieren.

Mehr Subventionen durch Bundesregierung

Seit 2020 stiegen die Finanzhilfen und Steuervergünstigungen durch die deutsche Regierung um etwa ein Fünftel wie aus dem aktuellen Subventionsbericht der Bundesregierung hervorgeht. Allein im Jahr 2020 sollen drei Milliarden Euro mehr Subventionen vergeben werden. Die staatlichen Finanzhilfen fließen vor allem in zukunftsorientierte Bereiche wie den Breitbandausbau, die energetische Gebäudesanierung, Energieeffizienz und Kaufanreize für Elektroautos. Da jedoch im gleichen Zeitraum auch das BIP immer weiter stieg, blieb die Subventionsquote annähernd gleich. Ein Großteil der Subventionen erfolgt in Form von Steuervergünstigungen. Vor allem die gewerbliche Wirtschaft kann von Subventionen profitieren.

Passagierrekord an deutschen Flughäfen

Im ersten Halbjahr 2020 sind von den Flughäfen in Deutschland so viele Passagiere wie noch nie abgeflogen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Anzahl der Passagiere um 6,4 Prozent und lag damit bei mehr als 55 Millionen. Vor allem bei Flugreisen ins Ausland war das Plus mit 7,6 Prozent deutlich. Innerhalb Deutschlands wurde ein Zuwachs von 2,3 Prozent erreicht. Während weniger Fluggäste in die Türkei flogen, stieg die Anzahl der Passagiere in Richtung Griechenland und Zypern deutlich. Vor allem Zypern konnte sich über einen deutlichen Anstieg der Fluggäste von knapp 80 Prozent freuen. Außerdem zog es viele Deutsche in die Ferne. Die Flüge im Interkontinentalverkehr stieg um über neun Prozent auf rund 9,5 Millionen. Hier nahmen vor allem die Flüge nach Afrika deutlich zu.

Gastwirte mit Umsatzplus

Die Gastwirte in Deutschland profitieren vom Trend, in Deutschland Urlaub zu machen. Sie konnten von Januar bis Juni ihre Umsätze um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Dies geht aus Zahlen des Statischen Bundesamts hervor. Bereinigt um Preissteigerungen liegt das Plus bei 0,3 Prozent. Auf das gesamte Jahr gesehen geht der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) von einem nominalen Anstieg des Umsatzes von zwei Prozent aus. In diesem Jahr ist der Urlaub im eigenen Land bei den Deutschen so beliebt wie noch nie. Die Zahl der Übernachtungen stieg von Januar bis Juni um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit konnten mehr als 205 Millionen Übernachtungen verzeichnet werden. Die meisten Gäste kamen aus dem Inland. Die Branche geht vom achten Übernachtungsrekord in Folge aus. Dies wird sich wohl auch bei den Umsätzen widerspiegeln.

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USA

Sorgen an der Wall Street

Die anhaltenden Diskussionen rund um Donald Trump – vor allem in Folge seiner Äußerungen nach den Unruhen von Rechtsextremisten in Charlottesville – machen die Anleger an der Wall Street zunehmend nervös. Auch die Auflösung zweier Beratergremien sowie zum Teil sehr deutliche Kritik anderer US-Politiker führen zu Unsicherheiten, ob der US-Präsident in der Lage ist, seine Wahlversprechen hinsichtlich Steuersenkungen und Infrastruktur einzuhalten.

Fed-Vize warnt vor Rücknahme der Bankenregulierung

Stanley Fischer warnt die US-Regierung vor einer Rücknahme der Bankenregulierung. Dies sei gefährlich und kurzsichtig. Fischer bezieht sich dabei auf einen Erlass von Donald Trump, der vorsieht, dass die Reformen zur Bankenregulierung, die 2020 infolge der Finanzkrise beschlossen wurden, überprüft werden sollen. Die Kritik Trumps bezieht sich vor allem auf das Dodd-Frank-Gesetz, dass seiner Ansicht nach der Finanzaufsicht zu große Macht gebe und Banken nicht mehr richtig funktionieren würden. So würde wiederum die Wirtschaft gebremst.

US-Notenbanker spricht sich für Vorsicht bei Zinsanhebungen aus

Hochrangige Fed-Vertreter zeigen sich uneinig über das weitere Vorgehen bei den geplanten Zinserhöhungen. Robert Kaplan, der Chef des Fed-Ablegers in Dallas, rät zu Vorsicht und Geduld bei der weiteren Straffung der Geldpolitik. Seiner Ansicht nach deuten die niedrigen Renditen bei zehnjährigen Staatsanleihen auf eine Abschwächung der Konjunktur hin. Darüber hinaus sei es notwendig, dass mittelfristig die Inflation, die zuletzt bei nur 1,5 Prozent lag, anziehe.

Loretta Mester, die Chefin des Fed-Ablegers in Cleveland, will dagegen an den anvisierten Zinsschritten festhalten. Neel Kashkari, der Chef der Fed in Minneapolis sagte, dass die Fed bei ihren Entscheidungen auch politische Faktoren einbeziehe. Er bezog sich bei seiner Aussage vor allem auf die geplante Entscheidung zur Anhebung der Schuldenobergrenze im US-Kongress.

Produktion in den USA kaum gestiegen

Im Juli konnte die US-Industrie ihre Produktion nur leicht um 0,2 Prozent im Vergleich zum Juni erhöhen. Allerdings gingen im Juni mehr Aufträge ein, als erwartet. Vor allem bei langlebigen Gütern von Fernseher bis Flugzeugen konnte man sich mit einem Plus von 6,5 Prozent über den höchsten Anstieg seit Juli 2020 freuen. Für Juli deuten aktuelle Angaben aber auf ein Minus von 0,6 Prozent hin. Nach einem schwachen ersten Quartal legte die US-Wirtschaft im zweiten Quartal wieder zu. Das Bruttoinlandsprodukt steig zwischen April und Juni auf das Jahr hochgerechnet auf 2,6 Prozent.

Tempo bei Nafta-Verhandlungen

Die Teilnehmer der Nafta-Verhandlungen drückten in einer gemeinsamen Erklärung den Wunsch nach schnelleren Verhandlungen aus. Die nächste Gesprächsrunde ist vom 1. bis zum 15. September in Mexiko geplant. Bis zum Jahresende sollen alle drei Wochen weitere Gespräche stattfinden. Das hohe Tempo liegt wohl auch in den für 2020 in den USA und Mexiko geplanten Wahlen begründet. Mit der Einführung des Nafta-Abkommens 1994 stieg der Handel zwischen den USA, Kanada und Mexiko um das Vierfache. Dennoch sieht US-Präsident Trump im Nafta-Abkommen Nachteile für sein Land. Mexiko und Kanada möchten dagegen zentrale Bestandteile des Handelsabkommens beibehalten.

GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

Inflation auch im Juli deutlich unter EZB-Ziel

Im Juli nahmen die Verbraucherpreise laut dem europäischen Statistikamt Eurostat nur um 1,3 Prozent zu. Damit fiel der Preisanstieg ebenso schwach aus, wie im Juni. Während sich die Preise für Energie um 2,2 Prozent verteuerten, stiegen die Preise für unverarbeitete Lebensmittel nur um 0,6 Prozent. Die sogenannte Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise ausgenommen werden, stieg um 1,3 Prozent und damit etwas mehr als im Monat zuvor.

EZB blickt mit Sorge auf Kursanstieg des Euro

Wie aus dem Protokoll der EZB-Zinssitzung im Juli hervorgeht, bereitet der Kursanstieg des Euro den Ratsmitgliedern Sorgen. Zwar sehen die EZB-Vertreter den Kursanstieg seit Jahresbeginn als Anzeichen für eine bessere Konjunktur im Euroraum, dennoch befürchtet man, dass der Wechselkurs zukünftig überschießen könnte. Seit Januar legte der Euro im Vergleich zum Dollar um mehr als elf Prozent zu. Ein starker Euro führt aber auch dazu, dass Waren europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt teurer sind. Dies verringert die Wettbewerbsfähigkeit. Die Aussagen der EZB führten an den Finanzmärkten zu deutlichen Reaktionen. Der Euro viel zeitweise auf ein Drei-Wochen-Tief. Analysten bewerten die Aussagen der EZB als deutliche verbale Intervention zur Unterstützung der exportabhängigen Wirtschaft.

Anleihenkäufe erhöhen Immobilienpreise und Aktienkurse

Laut dem EZB-Vizepräsidenten Vitor Constancio bringen die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank Schwung in Immobilienpreise und Aktienkurse. Hauspreise seien Schätzungen zufolge um mehr als ein Prozent gestiegen, Aktienkurse um 0,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank um 0,7 Prozent.

Markttechnische Betrachtung:

Tageschart von Gold

Auf diesen Augenblick werden viele Anleger gewartet haben. Den Ausbruch aus der Seitwärtsrange beim Gold. Seit Anfang des Jahres bewegt sich der Kurs des Edelmetalls in einer Seitwärtsrange zwischen 1200 USD auf der Unterseite und knapp 1300 USD auf der Oberseite. Bislang schien kein politisches Ereignis nachhaltig Einfluss auf den Kursverlauf nehmen zu können. Die Bedrohung durch Nordkorea könnte nun aber den Startschuss für einen Aufwärtstrend gegeben haben. Diesen gilt es natürlich noch zu bestätigen, weshalb ich so oder so von einem Rücklauf an die ehemalige Obergrenze ausgehe. Sollte diese Marke halten, dann wäre das ein gutes Zeichen für die Bullen, um Longkäufe zu tätigen. Bei einem Rückfall unter diese Marke würde uns wohl eine weitere lange Zeit der Seitwärtsbewegung bevorstehen.

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Rück- und Ausblick auf die KW 44: Aktuelle News aus Geldpolitik und Wirtschaft

In den vergangenen Wochen hielt eine kleine Region Europa in Atem: Die Wallonie. Die französischsprachige Region Belgiens stimmte zunächst gegen das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada. Erst nach weiteren Verhandlungen stimmte die Wallonie dem CETA-Abkommen zu und die EU und Kanada konnten das Abkommen drei Tage später als geplant unterzeichnen. In Nachverhandlungen handelte man einen Kompromiss bei den umstrittenen Themen Schiedsgerichte und Landwirtschaft aus.

WIRTSCHAFT UND GELDPOLITIK

In Großbritannien bereiten sich die Banken derweil auf einen Wegzug vor. Kleinere Banken wollen sogar noch vor Weihnachten ihre Geschäfte in andere Länder verlagern. Größere Banken werden wahrscheinlich im ersten Quartal 2020 mit dem Umzug beginnen. Derzeit herrscht im britischen Bankenwesen große Unsicherheit hinsichtlich der Austrittsverhandlungen mit der EU. Die Banken, Versicherer und Hedgefonds in Großbritannien befürchten, dass sie im Zuge des EU-Austritts die Erlaubnis verlieren, ihre Dienstleistungen in der gesamten EU anbieten zu dürfen.

Dies kann für Großbritannien einen großen Verlust darstellen. Viele große, weltweit agierende Banken haben ihre europäischen Zentralen in Großbritannien. Insgesamt sind in der Finanzbranche über zwei Millionen Menschen beschäftigt und die Banken und Versicherer tragen etwa zwölf Prozent zum britischen BIP bei.

Einige Brexit-Befürworter sind der Ansicht, dass die Finanzbranche durchaus auf den sogenannten EU-Pass verzichten kann. Die sogenannten Gleichwertigkeitsbestimmungen könnten dafür sorgen, dass die Vorgaben in Großbritannien gleichwertig mit den EU-Vorgaben sind. Doch die britischen Bestimmungen gelten nur für bestimmte Dienstleistungen. Zudem könnten sie jederzeit zurückgenommen werden. Großbritannien könnte daher gezwungen sein, Regeln anzuerkennen, auf die das Land keinen Einfluss hat.

Derweil erholt sich die britische Industrie vom Brexit-Schock. Von August bis Oktober stiegen die Investitionsabsichten der Betriebe nach Angaben des Industrieverbands CBI wieder. Die starken Kursverluste nach der Abstimmung über den EU-Austritt haben für einen Anstieg der Exporte gesorgt. Gerade hinsichtlich der weiteren Export-Erwartungen blicken die britischen Unternehmen positiv nach vorne. Das schwächere Pfund beschert den Unternehmen Aufträge aus dem Ausland. Dennoch hat der Fall des Pfunds auch höhere Kosten zur Folge. Auch ein Fachkräftemangel wird von Seiten der britischen Industrie befürchtet falls die Zuwanderung aus EU-Ländern begrenzt wird.

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Der Brexit wird sich auch auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland auswirken. Das Institut der deutschen Wirtschaft schätzt, dass der EU-Austritt der Briten das Wirtschaftswachstum in Deutschland um etwa 0,25 Prozent verringern wird. Der Grund dafür ist der deutliche Verlust des britischen Pfunds gegenüber dem Euro sowie der zu erwartende Wachstumsrückgang in Großbritannien im kommenden Jahr. Die Abwertung des Pfunds bedeutet, dass die deutschen Exporte nach Großbritannien 2020 um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken werden. Und auch von Großbritannien nach Deutschland werden wohl 3,5 Prozent weniger Waren exportiert.

Neben Großbritannien wird mittlerweile wird nicht mehr Griechenland als das Sorgenkind der Eurozone gesehen, sondern Italien. Das Marktforschungsinstitut Sentix befragte über 1.000 Investoren. Das Ergebnis war, dass die Wahrscheinlichkeit für einen EU-Austritt Italiens derzeit höher eingeschätzt wird als ein Austritt Griechenlands. Zehn Prozent der Befragten sehen die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Italiens, während nur noch 8,5 Prozent von einem Austritt Griechenlands ausgehen. Der griechische Wert ist damit so gering wie seit 2020 nicht mehr.

Besonders die Lage der italienischen Banken bereit vielen Sorgen. Außerdem steht im Dezember ein Verfassungsreferendum an und die Konjunktur Italiens stagniert seit langem. Kürzlich kündigte die italienische Bank Popolare die Vicenza, die bereits Teil des nationalen Rettungsfonds Atlante ist, einen massiven Personalabbau an. Mindestens ein Viertel der Stellen soll abgebaut werden, sagte der Verwaltungsratschef der Bank, Gianni Mion. Dies bedeutet, dass 1.300 bis 1.500 Stellen wegfallen werden. Die Gewerkschaften müssen noch von der Notwendigkeit der Stellenstreichungen überzeugt werden.

Ende Juni arbeiteten bei Popolare die Vicenza noch 5.400 Mitarbeiter. Die Bank fuhr im ersten Halbjahr 2020 einen Verlust von 795 Millionen Euro ein. Bereits in den vergangenen Jahren wurden 2,2 Milliarden Verluste erzielt. Schon im April rief die italienische Regierung den Rettungsfonds Atlante ins Leben, um den angeschlagenen Banken zu helfen. Der Fonds wird mehrheitlich von privaten Investoren gehalten.

Die Regierung in Rom bereitet sich derweil auf einen weiteren Stellenabbau in der Bankenbranche vor und will für diesen Fall 500 Millionen Euro öffentliche Gelder bereitstellen. Beispielsweise will man in den nächsten drei Jahren Vorruhestandsregelungen unterstützen. Die Gelder sollen den Banken helfen, die Kosten zu decken die bei Entlassungen von bis zu 25.000 Beschäftigten entstehen. Bislang trugen die Banken selbst die Kosten für Entlassungen und Frühverrentungen. Doch in den letzten Jahren sind auch hier hohe Kosten entstanden.

Die Pläne der Regierung sind ein Teil der Budgetpläne, die das italienische Kabinett vor einigen Tagen genehmigt hat. Im neuen Haushalt für 2020 sind dafür 100 Millionen Euro vorgesehen. Für die beiden darauf folgenden Jahre sind je 200 Millionen Euro eingeplant. Die italienischen Banken leiden derzeit unter einer großen Zahl an sogenannten faulen Krediten. Außerdem ist das Filialnetz der italienischen Kreditinstitute im Vergleich zu anderen europäischen Staaten sehr dicht. Insgesamt arbeiten 317.000 Menschen bei den Banken des Landes. Die Gewerkschaft FABI schätzt, dass bis zum Jahr 2020 allein bei den fünf wichtigsten Banken des Landes rund 16.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

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In Portugal freut man sich, dass die Ratingagentur DBRS ihre Einschätzung für das Land nicht gesenkt hat. Der Grund ist, dass das Land bei der Verringerung des Haushaltsdefizits durchaus Fortschritte gemacht hat. Damit bleibt Portugal bei DBRS auf dem Status „BBB (low)“. Wenn die Ratingagentur eine Herabstufung vorgenommen hätte, hätte die EZB keine portugiesischen Anleihen mehr kaufen dürfen. Damit wäre die Kreditaufnahme verteuert worden. Die Regierung zeigte sich erleichtert und sah sich auf ihrem Weg bestätigt. Die anderen drei Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch führen Portugal allerdings weiterhin als „Ramsch“. Wenn auch DBRS Portugal auf „negativ“ herabgestuft hätte, hätte dies eine weitere Herabstufung in den nächsten sechs Monaten bedeutet. Damit wäre die Regierung weiter unter Druck geraten.

Dennoch ist Portugal weiterhin hoch verschuldet und das Wachstum ist sehr gering. Die Regierung vor wichtigen Aufgaben: Im Jahr 2020 soll das Haushaltsdefizit auf 1,6 Prozent der Wirtschaftsleistung gesenkt werden. 2020 lag das Defizit bei 4,4 Prozent und in diesem Jahr soll es unter 2,5 Prozent fallen. Diese Zahl war mit der EU vereinbart. Diese ehrgeizigen Ziele sollen mit einer strengen Ausgaben-Kontrolle erreicht werden. Dennoch wurden Steuersenkungen und Rentenerhöhungen in Aussicht gestellt.

Der IWF, der Portugal während der Euro-Schuldenkrise in sein Rettungsprogramm aufgenommen hatte, erklärte kürzlich, dass das Land unter den Erwartungen geblieben sei. Zwar konnte eine Bankenkrise vermieden und der Zugang zum Geldmarkt wiederhergestellt werden, aber der Staat und seine Bürgen leiden weiter unter hohen Schulden und Arbeitslosigkeit. Auch das Wirtschaftswachstum wird in diesem Jahr wohl nur bei rund ein Prozent liegen.

Deutschland bleibt unterdessen der Konjunktur-Motor der Eurozone. Im Oktober legten die Geschäfte der deutschen Industrie weiter zu. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft im Euroraum liegt derzeit bei 53,7 Punkten. Dies ist der höchste Stand seit Dezember 2020. Er stieg im vergangenen Monat um 1,1 Punkte und damit stärker als erwartet. Ein Wert von mehr als 50 Punkten steht für Wachstum. Gerade die Konjunktur in Deutschland sorgte für diesen hohen Wert.

Das Anziehen der deutschen Wirtschaft sorgt auch für gute Zahlen in der Baubranche und auf dem Arbeitsmarkt. Die Bauwirtschaft profitiert von niedrigen Zinsen und konnte damit ihre Umsätze um 12,4 Prozent steigen. Die Aufträge stiegen um 16,6 Prozent. Und auch andere Branchen profitieren von einem deutlichen Auftragsplus.

Schlechte Nachrichten kommen allerdings aus der Autobranche. Im Oktober sank die Zahl der Neuzulassungen um 5,6 Prozent. Von Januar bis Oktober registrierte man aber mit 2,82 Millionen Neuzulassungen einen Anstieg um fast fünf Prozent. Besonders Volkswagen kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus: Im Oktober übergab der Marktführer fast ein Fünftel weniger Autos in Deutschland.

Auch die Inflation in Deutschland zieht an. Im Oktober stiegen die Preise so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Grund ist, dass billiges Öl kaum mehr Wirkung erzielt. Die Preise für Waren und Dienstleistungen stiegen so durchschnittlich um 0,8 Prozent mehr als 2020.

In den USA wartet man derzeit gespannt auf die Präsidentenwahl. Wird Hillary Clinton das Rennen machen oder kann Donald Trump auf den letzten Metern noch aufholen? Vor den Präsidentschaftswahlen wird sich hinsichtlich der Geldpolitik der US-Notenbank Fed nichts mehr bewegen. Daher ist mit einer Zinserhöhung weiterhin erst zum Jahresende zu rechnen. William Dudley, der Chef der Fed in New York, sagte, dass wohl nur noch ein Konjunktureinbruch gegen eine Zinserhöhung im Dezember sprechen würde. Wenn aber die Wirtschaft auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben wird, steht einer Zinserhöhung zum Jahresende nichts mehr im Wege.

Dagegen ist der Chef der Fed in Dallas, Robert Kaplan, der Ansicht, dass die Inflation wohl anziehen wird. Er befürwortet daher eine etwas weniger konjunkturstimulierende Geldpolitik und sprach sich für eine Wachstumsrate von etwa 1,75 Prozent aus. Dieser Wert liegt zwar unter dem Normmaß der Vergangenheit, sei aber zu einer weiteren Verringerung der Arbeitslosigkeit ausreichend. Laut dem sogenannten „Beige Book“, dem Konjunkturbericht der Fed, wuchs die US-Wirtschaft in den meisten Bezirken zuletzt nur wenig.

Das Bruttoinlandsprodukt der USA erlebt gerade das größte Wachstum seit zwei Jahren. Auch dies erhöht den Druck auf die Fed, die Normalisierung der Geldpolitik zum Jahresende anzustreben. Nach Angaben des Büros für Wirtschaftsanalysen stieg das BIP zwischen Juli und September von 1,4 auf 2,9 Prozent. Erwartet wurden nur 2,5 Prozent. Diese sehr positive Zahl wurde maßgeblich durch einen Anstieg der Exporte um zehn Prozent begünstigt. Im vorangegangenen Quartal erreichten die US-Exporte lediglich einen Anstieg von 1,4 Prozent.

Die täglichen Konsumausgaben in den USA stiegen im dritten Quartal dagegen nur um 2,1 Prozent. Damit wurden die Erwartungen, die um 0,5 Prozent höher lagen, deutlich verfehlt. Im Vorquartal lag der Anstieg noch bei 4,3 Prozent.

Geldpolitik

Die EZB hält weiterhin an ihrem Anleihen-Programm fest. Auch das letzte Treffen des EZB-Rates änderte nichts an diesem Plan. Auf der Sitzung sprach man laut EZB-Präsident Mario Draghi nicht über das sogenannte „Tapering“. Dies bezeichnet das graduelle Herunterfahren der Transaktionen im Rahmen des Anleihen-Programms. Bislang sieht es so aus, als würden mindestens bis März 2020 weiterhin jeden Monat Wertpapiere im Wert von 80 Milliarden Euro gekauft. Allerdings sagt nun auch die Zentralbank, dass man nicht ewig an dieser Geldpolitik festhalten kann. Dies wird als erster Hinweis auf mögliche Veränderungen gedeutet.

Viele Experten gehen aber davon aus, dass das Anleihen-Programm der EZB auch über März 2020 hinaus weitergehen wird. Die Weichen dafür könnten durch kleine Veränderungen im Dezember gestellt werden, sodass die EZB auch in Zukunft genügend Anleihen zum Kaufen findet. Auf der nächsten EZB-Sitzung im Dezember wird die EZB verkünden, wie es weitergehen wird. Dann werden auch die Inflations- und Wachstumsprognosen der EZB-Volkswirte vorliegen. Und auch die Ausschüsse werden bis dahin Vorschläge zum Anleihen-Programm einreichen. Diese sollen prüfen, wie die Anleihenkäufe auch in Zukunft reibungslos realisiert werden können.

Schritt für Schritt kommt durch die Geldflut der Kreditfluss in der Eurozone wieder in Schwung. Im September vergaben die europäischen Banken 1,9 Prozent mehr Kredite an Firmen als ein Jahr zuvor. Auch im Sommer war das Wachstum in dieser Größenordnung. An Privathaushalte wurden im September 1,8 Prozent mehr Kredite vergeben, als im September 2020. Dies entsprach ebenfalls dem Zuwachs aus den Vormonaten.

Trotz dieser positiven Signale erzielt das Anleihen-Programm der EZB nur zum Teil Wirkung. Der Kreditmarkt sorgt derzeit kaum dafür, dass das Wirtschaftswachstum in der Eurozone anzieht. Die Unternehmenskredite erholen sich weiterhin nur langsam. Die Entwicklung am Kreditmarkt deutet darauf hin, dass viele Unternehmen ein Investitionsrisiko scheuen. Zudem kämpfen die Banken mit steigenden Regulierungsanforderungen und verdienen aufgrund der niedrigen Zinsen weniger.

Die Geldmenge M3, die in der Eurozone sehr wichtig ist, stieg im September um fünf Prozent. Hier werden unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen mit zweijähriger Laufzeit zusammengerechnet. Experten hatten mit einen etwas höheren Zuwachs gerechnet.

Markttechnische Betrachtung der Märkte:

Chartbild des DAX

Im Chartbild des DAX ist deutlich zu erkennen, dass sich der Kurs seit dem Sommer diese Jahres in einer Seitwärtsrange befindet. Dabei oszilliert der Kurs um die Zone von 10.600 Punkten zwischen 10.200 Punkten auf der Unterseite und 10.800 Punkten auf der Oberseite. Ich persönlich tendiere eher dazu langfristig von steigenden Kursen auszugehen, jedoch stehen die Zeichen in den nächsten Tagen und Wochen auf Sturm. Da wäre zum einen der ungewisse Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen und zum anderen die mögliche Zinsanhebung im Dezember diesen Jahres. Sollten diese Ereignisse anders als von den Analysten erwartet ausfallen, so könnten uns schnell wieder Kurse um 9.000 Punkte ereilen. Vielleicht preist die Börse aber auch nur den Worst Case ein und die Kurse erholen sich wieder und wir sehen doch noch eine Jahresendrally. Immer wenn Kurse an einer wichtigen Marke angekommen sind, bieten sich sehr gute Einstiegschancen für Trader. Aktuell können mittelfristig orientierte Trader Call Optionen kaufen und diese eng absichern. Trader könnten den Stop Loss eng setzen und von möglichen Zielen auf der Oberseite im Abstand von 800 Punkten und mehr profitieren.

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«Einfamilienhäuser sind gefragt – Eigenmietwert hin oder her!»

Der Wohnungsmarkt bleibt in Bewegung: Zum einen sind Einfamilienhäuser gesucht wie selten und zum anderen nutzt die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) das Momentum rund um die ungeliebte Eigenmietwertsteuer.

Der 1934 eingeführte Eigenmietwert soll nach Ansicht vieler Politiker so schnell wie möglich Geschichte sein. Auch wenn die Chancen für dieses Vorhaben bei 60 Prozent liegen, bleibt der Immobilienmarkt dynamisch ohne zu überhitzen – auch bei einer Leerstandsziffer von 1,6 Prozent. Roland Altwegg, Experte im Bereich Wohnen bei Raiffeisen, blickt im Interview auf die Ereignisse im letzten Jahr zurück und wagt einen Ausblick.

Eigenmietwert-Newsletter

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Experte Roland Altwegg im Interview

Interview: Pius Schärli

Was prägte aus Ihrer Sicht den Immobilienmarkt im letzten Jahr?

Einfamilienhäuser wurden vor Jahren noch als Auslaufmodell beschrieben. Jetzt erlebten sie im letzten Jahr einen erneuten Aufschwung – und dies trotz steigenden Preisen. Sie waren beliebter als Eigentumswohnungen, wie die Nachfragen bei Online-Immobilieninseraten zeigten. Weniger gefragt waren dagegen Eigenheime im gehobenen Segment. Und die Nachfrage richtet sich vermehrt nach günstigen Lagen.

Die Immobilienpreise steigen noch immer, zwar etwas moderater. Lohnt sich der Kauf einer Immobilie?

Es ist wie beim Erwerb von Wertschriften: den idealen Einstieg gibt es nicht. Fakt ist, dass Immobilien noch immer eine Wertanlage sind. Die Preise für Einfamilienhäuser stiegen in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent, die Preise für Stockwerkeigentum sogar über 50 Prozent. Die weiterhin tiefen Zinsen befeuern zudem den Traum von den eigenen vier Wänden.

Die Preise für Einfamilienhäuser und für Stockwerkeigentum in der Schweiz stiegen 2020 weiter an, jedoch hat sich das Preiswachstum etwas abgeschwächt.

Wer treibt denn den Preis im Immobilienmarkt so hoch?

Dafür zeichnet primär die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank verantwortlich. Die Rendite einer 10-jährigen Bundesobligation ist seit zwei Jahren negativ. Das führt dazu, dass Investments in Liegenschaften unschlagbar attraktiv sind und bleiben.

Wohin entwickelt sich der Immobilienmarkt in diesem Jahr?

Der Schweizer Immobilienmarkt wird weiterhin hoch bewertet bleiben. Dafür sorgen die unverändert tiefen Zinsen und ein attraktives Angebot. Ein Crash im Eigenheimmarkt wie zu Beginn der 1990er-Jahre ist nicht zu befürchten.

Weshalb nicht?

Eine hohe kalkulatorische Tragbarkeitsberechnung mit einem Zinssatz von 5 Prozent und strengere Regulierungen wirken einem Immobilienabsturz wirksam entgegen. Zudem haben sich die Preiswachstumsraten in den letzten beiden Jahren von 6 Prozent auf 2 Prozent reduziert. Deshalb gibt es keine Anzeichen für einen Absturz.

Für Bewegung dürfte auch die geplante Abschaffung des Eigenmietwerts sorgen. Wie steht Raiffeisen dazu?

Wir taxieren die Chancen für einen Systemwechsel bei 60 Prozent. Raiffeisen wird die Vorlage analysieren, sobald der Bericht der Kommission veröffentlicht wird. Die Positionierung von Raiffeisen kann erst nach vertiefter Analyse der Auswirkungen der Vorlage auf die Raiffeisen Gruppe erfolgen.

Für Schlagzeilen sorgte letztes Jahr auch die hohe Leerstandsziffer bei Mietwohnungen von 1,6 Prozent. Droht hier ein Absturz?

Die Leerstandsziffer dürfte tatsächlich wohl bei gegen 2 Prozent liegen. Wir sind der Meinung, dass bei Wohnrenditeliegenschaften mehrheitlich professionelle Investoren am Werk sind. Diese können Leerstände durchaus verkraften. Es gilt auch zu relativieren: 2 Prozent Leerstand bedeutet eine Renditeeinbusse von 0,034 Prozent! Zudem ist die Produktion von neuen Mietwohnungen bereits rückläufig.

Zur Person

Roland Altwegg, Leiter Produktmanagement bei Raiffeisen Schweiz, berücksichtigt bei der Beratung seiner Kunden deren persönlichen Lebenszyklus.

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