Das Führen eines Trading-Tagebuch Warum ist das notwendig

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Contents

Das Führen eines Trading-Tagebuch Warum ist das notwendig?

Ist es wichtig, ein Tagebuch für den Handel mit Binären Optionen zu führen? Ja, dass ist es und bald werden Sie erfahren, warum. Vielleicht klingt es ein bisschen langweilig und wie ein Klischee. Vielleicht, sagen Sie: „Warum sollte ich ein Tagebuch führen – das habe ich in der zweiten Klasse gemacht?“ Der Grund dafür ist sehr einfach. Ein Handelstagebuch zu schreiben bringt Sie einen Schritt näher an Ihre Trading-Ziele.

Sie denken wahrscheinlich, dass es keinen Sinn macht, ein Tagebuch zu führen, aber Sie werden selbst erfahren, dass es in der Tat sehr nützlich ist. Warum sollten Sie ein Handelstagebuch führen und wie schreibt man ein solches? Sie werden es Folgenden erfahren, also lesen Sie weiter.

„Warum sollte ich ein Handelstagebuch führen?“

Der Hauptgrund ist die Nachverfolgung von erfolgreichen und erfolglosen Trades, so dass Sie so in der Lage sind, diese später zu analysieren. Lassen Sie uns zum Beispiel sagen, Sie haben einen Handel verloren und sind wütend. Sie werden viel wahrscheinlich wie gewohnt verhalten und versuchen, dass verlorene Geld wieder zu bekommen. Sie machen wahrscheinlich Pech für den erfolglosen Handel verantwortlich … Sie sagen „ich habe den Gewinn nur um 2 Pips verpasst“ und viele andere Ausreden.

Ein zweites Beispiel ist das komplette Gegenteil: ein erfolgreicher Handel. Sie sind glücklich, dass Sie erfolgreich waren, und Sie verhalten sich ganz anders. Sie denken, dass Sie ein mathematisches Genie sind, dass Sie die beste Trading-Strategie haben und Sie wollen sofort alle auf einen Drink einladen. Wenn Sie das Gefühl haben, erneut handeln zu müssen, dann sind Sie auf einem guten Weg. Ja, diese Beispiele sind ein bisschen extrem, aber das ist das, was passieren wird. Zumindest in Ihrem Unterbewusstsein. Sie müssen klug genug sein, zu erkennen, dass dies nicht den „Regeln“ des Handels mit Binären Optionen entspricht. Warum geschieht das in Wirklichkeit? Warum denke ich nicht rational?

Nun, weil Sie bisher nicht genug Erfahrung haben und der einzige Weg, diese zu bekommen ist durch den Handel selbst. Je mehr jemand handelt, desto mehr Erfahrungen wird er haben. Das ist der Punkt, an dem Ihnen ein Handelstagebuch dazu beitragen wird, weil Sie so den Überblick über all Ihre Trades behalten werden.

Es ist sehr schwierig, wirkliche Erfahrung zu sammeln, wenn Sie die Ergebnisse ignorieren oder Sie nicht analysieren. Ich spreche von Ihren eigenen Trades. Dies ist der Moment, in dem Sie Ihr Tagebuch verwenden. Wenn Sie wirklich jeden Ihrer Trades aufschreiben, dann werden Sie sehen, wie nützlich das ist. Ihnen könnte zum Beispiel eine ähnliche Handelsgelegenheit, die Sie bereits abgelegt haben, unterkommen und Sie können sich entsprechend verhalten. Entweder Sie sagen, dass Sie diesen Trade nicht machen werden, weil Sie sowieso verlieren würden oder umgekehrt. Sie können all Ihre zukünftigen Geschäfte auf denjenigen aus der Vergangenheit basieren lassen. Wenn Sie kein Handelstagebuch schreiben, dann ist das Einzige, was Sie erkennen werden, dass Sie profitable oder nicht sind und das müssen Sie sowieso ergründen. Sie finden die wichtigsten Vorteile eines Handelstagebuchs weiter unten.

Die wichtigsten Vorteile eines Handelstagebuchs:

  • Sie können von schlechten Trades lernen
  • Sie finden heraus, was Sie an Ihrer Handelsstrategie/Ihrem System ändern müssen
  • Sie werden Ihre Psychologie besser verstehen und so, warum Sie in bestimmte Trades eingestiegen sind oder warum nicht
  • Sie können viele Informationen auswerten (Erfolgsquote, den schlechtesten und den besten Handel, etc. …)
    >>> SIE WERDEN SO EIN BESSERER TRADER WERDEN

Wie schreibt man ein Handelstagebuch?

Es ist sehr einfach, Sie machen es, wie es ein Kind tun würde. Obwohl es sehr gut ist, dass die Zeiten sich geändert haben und es gibt keine Notwendigkeit für Die Verwendung von Stift und Papier mehr gibt, können Sie diese dennoch, wenn Sie es wünschen, verwenden. Aber ich empfehle Ihnen das Tagebuch online mit Google-Tabellen zu führen. Sie sind immer auf all Ihren Geräten griffbereit. Es ist wirklich schön die Tabellen online zu führen, weil Sie sie auch mit anderen Händlern teilen können, damit diese einen Blick darauf werfen können. Sie können dann wiederum einen Blick auf deren werfen und aus diesen lernen. Wieder einmal werden Sie neue Erfahrungen sammeln und Sie können nie genug davon haben.

Es gibt verschiedene spezielle Programme, um Ihre Trades auszuzeichnen, aber ich habe sie noch nicht ausprobiert. Scheuen Sie sich jedoch nicht, ein neues Thema auf einem Diskussionsforum zu eröffnen, vielleicht auf unserer Website, in dem Sie Ihre Trades aufzeichnen. Eine weitere gute Möglichkeit ist, Bilder von Ihren Trades mit dem Graph zu machen, denn alle Informationen sind dann bereits vorhanden und Sie werden nützlich für Sie werden. Wenn Sie ein Fan von Smartphones sind, dann gibt es auch eine App namens Händlertagebuch. Möglichkeiten gibt es genug, es liegt an Ihnen, für welche Sie sich entscheiden, aber stellen Sie sicher, das Sie ein Tagebuch führen.

Wie sollte ein Händlertagebuch aussehen?

Sie können einen Blick nach unten werfen und Sie werden sehen, wie ein Händler Tagebuch aussehen kann. Jeder kann es nach den eigenen Wünschen personifizieren. Wenn Sie einen Trade gemacht haben, dann ist es auf jeden Fall wichtig das Folgende aufzuzeichnen: Den ursprünglichen Kurs, den Endpreis, die Ablaufzeit, die Größe des Handels, ob Sie erfolgreich waren oder nicht. Zusätzlich können Sie eine Notiz zum Eintrag hinzufügen, zum Beispiel, bei welchem Broker Sie gehandelt haben.

Zusammenfassung

Egal, ob Sie ein Old-School-Papier- oder ein elektronisches Tagebuch führen, es wird Ihnen immer nützlich sein. Es bedeutet natürlich einiges an Arbeit, jeden Trade aufzuzeichnen, aber glauben Sie mir, es wird sich lohnen. Es ist immer schön Ihre erfolgreiche Trades zu betrachten, bevor Sie zu Bett gehen, und es ist auch eine schöne Motivation, wenn Sie morgens aufwachen. �� Je mehr Arbeit Sie hineinstecken, desto nützlicher wird es sein und der Lernprozess wird viel einfacher. Tun Sie es so, wie es Sinn für Sie macht.

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Haben Sie Ihre eigene Erfahrung mit dem Führen eines Tagebuchs? Lassen Sie uns davon in den Kommentaren wissen. Wir werden mehr als glücklich darüber sein, etwas Neues zu lernen.

Autor

Mehr J. Pro

Im Gegensatz zu Stefan (dem anderen Autor), denke ich erst seit kurzem über das Online-Business nach. Ich war wenig erfolgreich mit dem Dropshipping auf Amazon und anderen Varianten, um online Geld zu verdienen; So habe ich nur ein paar Hundert Dollar in einigen Jahren verdient. Aber dann erregten Binäre Optionen durch ihr einfaches Prinzip meine Aufmerksamkeit. Jetzt bin ich froh, dass ich den Schritt gewagt habe, denn es hat sich gelohnt. Weiterlesen

My Trading Journal – Wie erstelle ich ein Trading Tagebuch in Excel?

Oft wird neuen Tradern geraten, ein Trading-Tagebuch zu führen, um die eigene Disziplin zu trainieren und gleichzeitig den Erfolg oder Misserfolg der verfolgten Strategie zu analysieren. Klingt gut, aber wie funktioniert das eigentlich?

Wer im Internet nach Trading-Tagebüchern recherchiert, findet in der Regel eine von zwei Varianten. Entweder eine sehr personalisierte Version irgendeines Traders, der selbige in einem Forum hochgeladen hat oder ein kostenpflichtiges Excel-Addin. Wahlweise auch eine Mischung aus beidem. Was man hingegen nur selten findet, sind Anleitungen, wie man ein solches Trading-Tagebuch selbst erstellen kann, was wir nun mit diesem Artikel ein Stück weiter erläutern möchten.

Für viele ist Excel nur ein überdimensionierter Taschenrechner, in dem man ein paar Tabellen zusammenbasteln kann und sich die Arbeit spart, selber Summen zu bilden. Wir werden uns für diesen Guide allerdings mit einigen etwas komplexeren Funktionen von Excel beschäftigen um viele Auswertungen zu automatisieren.

Anmerkung: Im Text wird gelegentlich ein kurzer Einschub erfolgen, der eine bestimmte Funktion in Excel näher erklärt und deren praktischen Nutzen erläutert.

Trading-Tagebuch? Was ist das eigentlich?

Ein Trading-Tagebuch hilft dem Trader, seine Trades zu dokumentieren, zu analysieren, seine Stärken und Schwächen aufzudecken und sich selbst zu kontrollieren. Neben dem Informationsaspekt, den Trader über seine Gewinne oder Verluste auf dem neusten Stand zu halten, kann ein Trading-Tagebuch aber auch durchaus sinnvoll sein, um die eigene Disziplin zu trainieren. Je umfangreicher das Tool wird, desto mehr können Sie aus ihren Daten herausholen, natürlich nur unter der Voraussetzung, dass Sie alle Trades konsequent und ehrlich eintragen.

Wie sollte ein Trading-Tagebuch aufgebaut sein?

Das Herzstück der Datei sind logischerweise die Daten der Trades. Je nach Umfang der Datei und der Komplexität der Formeln, können spätere Anpassungen recht lästig werden. Daher ist es durchaus ratsam, sich vor Beginn der Arbeit gründlich zu überlegen, welche Daten erfasst und welche Zusatzinformationen pro Trade notiert werden sollen und was am Ende mit den Daten gemacht wird.

Der Grundsatz heißt hier immer Struktur. Die Daten müssen nach einem festen Schema erfasst werden, sodass Formeln möglichst vollständig automatisiert werden können, was nur bedeutet, dass man nicht pro Zeile irgendeinen Bezug per Hand anpassen muss.

Der Kern der Datei

Logischerweise kann man nichts auswerten, wenn nichts vorhanden ist. Daher ist der erste Schritt eine Tabelle, in der wir alle Trades erfassen. Für unser Beispiel nehmen wir die Standardangaben aus dem MetaTrader, sowie einige persönliche Notizen pro Trade.

Der Aufbau bleibt zunächst simpel. Wir vergeben fortlaufend eine eigene ID, beginnend ab 1. Dies lässt sich bequem per Formel realisieren, sodass hier keine Eingabe notwendig ist. Diese ID können wir später nutzen, um komplexere Suchformeln zu erstellen, sofern wir dies wünschen.

Anmerkung: Die ID werden wir über eine Wenn-Bedingung automatisch berechnen. Wir ermitteln dabei nur, ob eine Ticket Nummer vorhanden ist und für den Fall das dem so ist, erhöhen wir die letzte ID um 1. Wenn dem nicht so ist, bleibt das Feld leer. So ergeben sich IDs automatisch, sobald man einen Trade einträgt.

=WENN(BEDINGUNG ; DANN ; SONST)

Die nächsten Spalten dienen nur der Erfassung der Trades, beginnend mit der eigentlichen Ticketnummer, gefolgt von den Tradedaten. Die letzten paar Spalten sind unsere persönlichen Kommentare zu dem jeweiligen Trade. Für dieses Beispiel erfassen wir hier, wie wir aus dem Markt ausgestiegen sind (SL, TP, Manuell), ob wir bei dem Trade all unsere Regeln eingehalten haben und eine kleine Notiz zu jedem Trade. Diese Notiz kann eigentlich alles beinhalten, zum Beispiel Gründe für Ein- oder Ausstieg oder eine eigene Analyse vom Trade (beispielsweise „Der Stop war zu groß / zu klein / wurde mehrfach verschoben und das war schlecht, weil…“).

Wer es etwas genauer möchte, kann hier die Notiz in mehrere Spalten aufteilen, wie beispielsweise:

  • „Signal für Einstieg“
  • „Grund für Ausstieg“
  • „Wurden Fehler gemacht?“
  • „Wenn ja, welche Fehler wurden gemacht und warum?“
  • „Eigene Analyse des Trades“
  • „Eigene Bewertung des Trades“

Alle Informationen die Sie notieren, können Sie später auswerten. Nehmen wir beispielsweise die Angabe „Eigene Regeln eingehalten?“. Pro Trade würden wir hier schlicht „Ja“ oder „Nein“ notieren.

Mit der Excel-Funktion ZÄHLENWENN könnten wir die Anzahl der Trades ermitteln, bei denen wir unsere eigenen Regeln gebrochen haben. Diese Zahl wiederum geteilt durch die Anzahl aller Trades liefert uns den Prozentwert der Trades, bei denen wir nicht Regelkonform gehandelt haben. Je größer diese Prozentzahl ist, desto mehr Handlungsbedarf besteht hier.

Anmerkung: ZÄHLENWENN ermöglicht es, einen Bereich nach einem bestimmten Wert zu durchsuchen und liefert als Ergebnis die Anzahl Treffer zurück.

=ZÄHLENWENN(BEREICH ; SUCHKRITERIUM)

Nehmen wir beispielsweise an, dabei würde herauskommen, dass wir bei 50 % der Trades unsere eigenen Regeln nicht einhalten, dürfte eines der größten Probleme wohl die Disziplin sein. Liegt der Wert hier jedoch bei 0 % und wir verlieren laufend Kapital, dann dürften die Regeln an sich eher das Problem sein.

Das Beispiel sei nur am Rande erwähnt, um aufzuzeigen, was man aus solchen Daten an Informationen gewinnen kann.

Zurück zum Guide:

Warum wurden die ersten Zeilen freigelassen? Weil wir später das Tabellenblatt ab der Kopfzeile fixieren. So können wir auch hunderte von Trades auflisten, ohne die Überschriften aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig in den ersten Zeilen einige einfache Auswertungen errechnen, die immer sichtbar sind.

Anmerkung: Man kann ein Tabellenblatt auf drei Arten fixieren. Waagerecht, senkrecht oder in Kombination.

Zum fixieren geht man in Excel auf den Menüpunkt Ansicht -> Fenster fixieren.

Was dann fixiert wird, hängt davon ab, welche Zellen markiert sind.

  • Wenn eine Zeile markiert ist, wird das Blatt ab dieser Zeile nach unten scrollbar.
  • Wenn eine Spalte markiert ist, wird das Blatt ab dieser Spalte nach rechts scrollbar.
  • Wenn eine Zelle markiert ist, wird das Blatt links und oberhalb dieser Zelle fixiert.

Für unser Beispiel markieren wird Zeile 9 (die Zeile unter den Überschriften) indem wir links die 9 anklicken und fixieren dann.

Anschließend fügen wir oberhalb einige Auswertungen ein. Detailliertere Auswertungen werden aus Platzgründen eher auf ein neues Tabellenblatt ausgelagert.

Die Auswertungen erfolgen je nach Kennzahl mit unterschiedlichen Formeln.

Spalte C besteht aus einer Mischung aus ANZAHL2 und ZÄHLENWENN. Spalte G und J aus SUMMEWENN und M rein aus SUMME.

Anmerkung: Die Funktion ANZAHL gibt die Anzahl der Zellen zurück, die eine Zahl enthalten. Die Funktion ANZAHL2 gibt die Anzahl der Zellen zurück, die nicht leer sind. Wir zählen in unserem Fall die Anzahl der Trades anhand der Ticket ID. Sofern diese auch Buchstaben enthalten kann, ist hier ANZAHL2 die sichere Variante.

Die Funktion SUMMEWENN funktioniert ähnlich ZÄHLENWENN. Es wird ein Bereich auf ein Kriterium durchsucht, und alle Zeilen, in denen das Kriterium gefunden wird, werden aufsummiert.

In unserem Beispiel:

Die Summe aller Profit-Trades wäre als Bereich und Summenbereich Spalte O (Profit) und als Kriterium „>=0“. Als Resultat erhalten wir die Summe aller Profite, die größer oder gleich 0 sind, sprich alle Gewinner oder BreakEven-Trades.

Die Optik

Design ist Geschmackssache, kann aber durchaus nützlich sein. Abgesehen von verschiedenen Farbverläufen in einigen Zellen, die Überschriften von Werten abgrenzen sollen, kann man auch mit bedingten Formatierungen einige nette Effekte erzielen.

Markieren wir dazu den Bereich B9 bis O20 (der Bereich kann später erweitert werden). Nun gehen wir in Excel auf den Menüpunkt Start -> Bedingte Formatierungen -> Neue Regel

Die Regel stellen wir analog zu folgendem Bild ein.

Wir ermitteln die zu formatierenden Zellen per Formel.

Die Formel lautet dabei =UND($B9<>““;$O9 >= 0) ($-Zeichen beachten). Als Formatierung wählen wir unter Ausfüllen einen Grünton und bestätigen mit OK.

Anmerkung zu $-Zeichen in Excel: Durch ein $ vor der Spalte oder der Zeile kann selbige für die Formel fixiert werden. Fixieren wir die Spalte, so sind die Zeilen noch variabel. Alternativ können wir auch die Zeile fixieren und die Spalte variabel halten. Beides geht in Kombination.

In unserer Formel fixieren wir so die Spalten B und O, sodass immer die Ticket ID und der Profit überprüft wird, lassen aber die Zeile variable, sodass die Formel für jede Zeile neu ausgewertet werden kann.

Und was macht diese Formel eigentlich? Wir verknüpfen zwei Bedingungen mit UND, sodass nur Zeilen betroffen sind, die eine Ticket ID enthalten (B9 <> ““) und einen Profit größer oder gleich 0 haben (O9 >= 0).

Ohne die Bedingung der Ticket ID wären auch alle leeren Zeilen gleich 0, was wir aber nicht wollen.

Anmerkung

=UND(Bedingung 1 ; Bedingung 2 ; .. ; Bedingung X)

Die Formel ist nur wahr, wenn alle Bedingungen wahr sind. Die einzelnen Bedingungen werden per Semikolon getrennt.

Als Resultat werden nun alle Trades Grün hervorgehoben, die positiv verlaufen sind. Entsprechend können wir eine weitere Regel mit =“&B17;Trades!$C$9:$C$50000;“ = 42500 und =„&0;Trades!$C$9:$C$50000;“>=

„&B17;Trades!$C$9:$C$50000;“ =“&0; Bedingung: Profit >= 0 Trades!$C$9:$C$50000;“>=“&B17; Bedingung: Datum >= 10.05.16 Trades!$C$9:$C$50000;“ =

„&B17;Trades!$C$9:$C$50000;“ „“ = Wenn B17 nicht leer ist, dann soll die Formel, die wir bereits haben, berechnet werden, ansonsten soll das Feld leer bleiben.

Wir umrunden also die vorhanden Formeln nur mit =WENN(B17<>““; bisherige Formel ; „“)

Dies machen wir für alle Spalten in B17. Danach erfreuen wir uns an der Schönheit von durchdachten Formeln und kopieren diese für einige hundert Zeilen nach unten, was für ein paar Jahre langen sollte.

Achtung: Die Formel für das Datum erst ab B18 kopieren, da wir in B17 den Startwert ohne Formeln stehen haben.

Der letzte sichtbare Eintrag in der Liste entspricht dann dem Datum von Heute.

Nun erstellen wir ein Chart, das lediglich den Nettoprofit als Balken darstellt.

Auch hier gibt es wieder Probleme. Ein Diagramm hat in den Standardeinstellungen immer einen festen Datenbereich. Damit sich das Diagramm also von selbst erweitert, müssen wir diesen Datenbereich dynamisch machen, da ansonsten entweder zu Beginn schon etliche 100 leere Zeilen angezeigt werden, oder eben irgendwann das Ende des Datenbereichs erreicht ist. Beides erfordert Handarbeit, welche wir ja vermeiden wollen.

Die Lösung nennt sich Namensmanager. Ein praktisches Tool für alle Einträge, die irgendwie variabel gehalten werden müssen.

Zu finden ist dieser im Menü unter Formeln -> Namensmanager. Dort legen wir einen neuen Namen an, mit folgender Formel:

=BEREICH.VERSCHIEBEN(Tagesbilanz!$B$17;0;0;ANZAHL(Tagesbilanz!$B$17:$B$50000);1)

Die Formel scheint erstmal komplex, ist aber eigentlich auch kein Hexenwerk.

=BEREICH.VERSCHIEBEN(BEZUG ; ZEILEN ; SPALTEN ; [HÖHE] ; [BREITE])

Die erste Angabe ist der Anfang unseres Bereichs (B17). Die nächsten zwei Parameter bleiben 0, da wir den Bereich nicht verschieben wollen. Die Höhe des Bereichs ermitteln wir anhand der Anzahl von befüllten Feldern. Wir erweitern also den Bereich um die Anzahl an Tagen, die bereits sichtbar sind. Als letzten Parameter setzen wir eine 1, da wir nur eine Spalte haben wollen.

Der Namensmanager berechnet diese Formel dann automatisch und liefert unserem Diagramm immer den genauen Bereich an Daten, die wir haben. =B17:B“letzter Eintrag“

Wir legen nun analog dazu auch einen Namen für den Nettogewinn an. Die Formel bleibt an sich gleich, nur der Spaltenbezug ändert sich von B auf F.

Nun passen wir im Diagramm den Datenbereich an. Als Reihenwerte setzen wir folgende Formel:

=TradingDiary.xlsx!TagesbilanzBereichNetto

Das Diagramm benötigt die Angabe des Dateinamens gefolgt von einem Ausrufezeichen und dem Namen aus dem Namensmanager. Analog dazu passen wir die Achsenbeschriftungen ebenfalls an.

=TradingDiary.xlsx!TagesbilanzBereichDatum

Diese zwei Namen werden nun für automatisch aktualisiert, sodass sich das gesamte Blatt automatisch an alle eingetragenen Trades anpasst. Als Alternative zum Nettogewinn pro Tag kann man auch die Bilanz errechnen und diese dann graphisch darstellen, ebenfalls über den Namensmanager automatisiert (Bereich in der Formal auf G ändern).

So erhält man eine Verlaufskurve, die sich täglich aktualisiert.

Als Idee zum Spielen:

Erfassen Sie im Trading-Tagebuch separat irgendwo Ein- und Auszahlungen mit Angabe von Datum und erweitern Sie die Tabelle dann um diese Information. Danach kann man auch diese Informationen in das Chart einfließen lassen, sodass man eine Übersicht über den Bilanzverlauf hat, mit Angaben von Ein- und Auszahlungen.

Als Alternative zum Eröffnungsdatum kann man genauso gut das Datum für die Filter nehmen, an dem man den Trade geschlossen hat. Welches Datum Sie nehmen, ist eigentlich egal, solange es einheitlich bleibt. Sie ordnen damit Gewinn und Verlust eines Trades entweder dem Tag zu, an dem Sie den Trade eröffnet haben, oder dem Tag, an dem Sie den Trade geschlossen haben. Was davon Sie bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen.

Kennzahlen für Trades berechnen

Nun möchten wir in unserem Trading-Tagebuch pro Trade einige Kennzahlen berechnen. Für dieses Beispiel übernehmen wir schlichtweg nacheinander alle IDs aus der Liste der Trades. Danach ermitteln wir die dazugehörigen Werte per SVERWEIS und nutzen diese in Formeln um einige Zahlen zu berechnen.

Die ID holen wir einfach per Formel =Trades!A9 und kopieren diese nach unten.

In Spalte C setzen wir einige Informationen zu einem Satz zusammen. Dazu verknüpfen wir die einzelnen SVERWEISE einfach mit &.

=WENN(A2<>““;SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;5;FALSCH)&“ x „&SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;6;FALSCH)&“ „&SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;4;FALSCH)&“ @ „&SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;7;FALSCH);““)

Wir fragen per SVERWEIS nach vier verschiedenen Spalten mit der ID aus A2 und verknüpfen jedes Ergebnis mit &“ TEXT “&, sodass daraus ein Satz entsteht.

SIZE x ITEM TYP @ PRICE

Alle Formeln wieder umrundet mit einer Abfrage, ob wir eine ID haben. Falls dem nicht so ist, bleibt das Feld einfach leer.

Wer etwas genauer hinsieht, stellt fest, dass hier alle SVERWEISE im Grunde gleich sind, abgesehen von dem Spaltenindex, der zurückgegeben wird.

Risk und Reward berechnen wir anhand des Open Price und dem SL bzw. TP.

=WENN(A2<>““;ABS(SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;7;FALSCH)-SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;8;FALSCH));““)

Die Formel etwas vereinfacht wäre ABS(TP-OPEN) bzw. ABS(SL-OPEN).

ABS liefert in Excel den Absolutwert, auch Betrag genannt zurück. Wir nutzen dies, um uns die Unterscheidung der Reihenfolge bei Long und Short zu sparen (Was ziehen wir wovon ab?), da uns letztendlich sowieso nur die Differenz der beiden Zahlen interessiert.

Danach ermitteln wir noch das Verhältnis zwischen Risk und Reward.

Auch hier schachteln sich wieder die Formeln, um die gewünschten Effekte zu erzielen, daher eine kurze Aufschlüsselung der Formel. Die erste Wenn-Bedingung fragt wieder ab, ob eine ID vorhanden ist. Die zweite Wenn-Bedingung prüft, ob wir als Wert für Risk nicht 0 haben, da wir durch 0 nicht teilen können. Wenn beides OK ist, bauen wir einen Text zusammen nach dem Schema 1 : (Reward / Risk), wobei wir dieses Ergebnis noch auf 2 Stellen runden.

Schließlich berechnen wir noch die Haltedauer des Trades, wobei uns hier die Angaben zur Uhrzeit zu Nutze werden.

=WENN(A2<>““;WENN(UND(SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;10;FALSCH)<>““;SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;3;FALSCH)<>““);SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;10;FALSCH)-SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;3;FALSCH);““);““)

Wie sie mittlerweile bemerkt haben dürften, werden die Formeln immer unübersichtlicher, weswegen es wichtig ist, dass Sie die einzelnen Funktionen an sich verstehen, um bei solchen Formeln noch durchzublicken, was denn eigentlich dort passiert.

Neben der üblichen ID Abfrage in der ersten Bedingung, fragt die zweite Bedingung die beiden Werte für Eröffnungs- und Schließungsdatum ab und prüft ob beide einen Wert enthalten. Sollte ein Trade noch offen sein, wird nichts berechnet, wobei man auch hier noch eleganter sein könnte.

Nur wenn beide Werte vorhanden sind, subtrahieren wir den Zeitpunkt der Eröffnung vom Zeitpunkt der Schließung. Nun Formatieren wir das Feld in Excel als Zeit und erhalten die gewünschte Information.

Auswertung nach Handelssymbol

Die meisten Trader werden speziell bei Währungspaaren einige Favoriten haben, welche sie bevorzugt handeln. Aber welches Paar ist eigentlich das lukrativste? Hierfür würde sich eine Auswertung der einzelnen Handelsinstrumente für unser Trading-Tagebuch eignen, doch wie berechnet man sowas ohne viel Eigenarbeit?

Wir nutzen hier schon größtenteils die Funktionen, die wir in den vorhergehenden Beispielen genutzt haben. Die Anzahl der Trades über ZÄHLENWENNS, Profit und Verlust über SUMMEWENNS, sowie Netto und Durchschnitt über einfache Formeln mit den Ergebnissen.

Das Chart an sich kann sich wieder per Namensmanager steuern lassen. Was jetzt noch Handarbeit erfordert, ist die Liste mit Symbolen, die wir gehandelt haben. Für dieses Problem gibt es mehrere Lösungen, wobei keine wirklich schön ist.

Die einfachste Variante wäre logischerweise, die Liste einfach entsprechend per Hand zu erweitern, sobald ein weiteres Handelsinstrument hinzukommt. Bedeutet Arbeit, wird gelegentlich vergessen und ist bei steigender Anzahl an Möglichkeiten auch recht fehleranfällig, wird daher einstimmig abgelehnt.

Die zweite Variante ist rein formelbasiert, erfordert aber etliche Hilfsspalten und Formeln, die kein Normalsterblicher auf Anhieb begreifen würde.

Bleibt also Variante drei, ein Makro, dass die Liste auf Knopfdruck erstellt.

Anmerkung: Um Makros zu erstellen, benötigen Sie die Entwicklertools. Diese sind standardmäßig ausgeblendet. Um Sie zu aktivieren gehen Sie im Menü auf Datei -> Optionen -> Menüband anpassen und blenden dort die Entwicklertools ein. Danach haben Sie unter anderem Zugriff auf Visual Basic.

Der Code soll hier nicht groß erläutert werden, jedoch müssen ein paar Anmerkungen gemacht werden, sofern Sie die Datei geringfügig anders aufbauen.

Folgender Code liefert uns das gewünschte Ergebnis:

Public Sub ListeFiltern()
ActiveWorkbook.Sheets(„AuswertungHandelssymbol“).Range(„B18:B5000“).ClearContents
Set TargetRange = Sheets(„AuswertungHandelssymbol“).Range(„B18“)
Set TradeRange = Sheets(„Trades“).Range(„F9:F50000“)

If Application.WorksheetFunction.CountA(TradeRange) > 0 Then
Dim ListArray As Variant
Dim TradeDic As Object
Dim Counter As Long
ListArray = TradeRange
Set TradeDic = CreateObject(„Scripting.Dictionary“)
For Counter = 1 To UBound(ListArray)
TradeDic(ListArray(Counter, 1)) = 0
Next
TargetRange.Resize(TradeDic.Count) = WorksheetFunction.Transpose(TradeDic.Keys)
End If
End Sub

Ohne auf die Funktion des Codes näher einzugehen, gibt es drei Zeilen, die gewisse Anpassungen benötigen, sofern Sie die Datei anders aufbauen.

ActiveWorkbook.Sheets(„AuswertungHandelssymbol“).Range(„B18:B5000“).ClearContents

Diese Zeile löscht die bisherige Symbolliste, um Platz für eine neue zu schaffen und Fehler durch falsche Einträge zu vermeiden.

Set TargetRange = Sheets(„AuswertungHandelssymbol“).Range(„B18“)

Diese Zeile liegt das Ziel fest, ab dem die Liste ausgegeben werden soll. In unserem Fall B18, weil dort der erste Eintrag stehen soll.

Set TradeRange = Sheets(„Trades“).Range(„F9:F50000“)

Die letzte Zeile legt den Bereich fest, in dem die Symbole in unserer Tradeliste stehen. In unserem fall also Spalte F von 9 bis irgendwo weit unten. Der Rest vom Code geht dann diese Zeilen durch, sucht die Unikate und gibt sie auf der anderen Seite wieder aus. Wenn also entweder die Tradeliste oder die Auswertungsseite anders aufgebaut ist, müssen diese drei Zeilen entsprechend angepasst werden.

Nun feilen wir noch ein wenig an der Optik.

Zunächst erstellen wir über das Menü -> Einfügen -> Formen einen Button. Suchen Sie sich dazu irgendeine Form aus und formatieren Sie diese wie Sie wollen.

Danach machen wir auf die Form einen Rechtsklick -> Makro hinzufügen -> ListeFiltern.

Der Knopf führt dann per Klick das Makro aus und die Symbolliste wird aktualisiert.

Für die Optik erweitern wir die restlichen Formeln wie immer mit Wenn-Bedingungen, damit Sie nur etwas anzeigen, wenn auch ein Symbol vorhanden ist. Teilweise kommen der Namensmanager und einige Makros nicht ganz miteinander klar, speziell wenn das Makro Daten löscht. Daher müssen wir den Namensmanager hier etwas erweitern.

Zunächst ermitteln wir die Anzahl der Symbole per Formel und geben diesen Wert im Tabellenblatt aus.

Danach erweitern wir die Formeln im Namensmanager um eine Wenn-Bedingung, damit der Bereich nur berechnet wird, wenn mindestens ein Symbol in der Liste steht. Ansonsten wird es zu Fehlermeldungen kommen, sobald das Makro gestartet wird, wobei das Chart dann nichts mehr anzeigt.

Namensmanager:

=WENN(AuswertungHandelssymbol!$C$2>0;BEREICH.VERSCHIEBEN(AuswertungHandelssymbol!$B$18;0;0;ANZAHL2

(AuswertungHandelssymbol!$B$18:$B$50000);1);0)

Alles in allem haben wir auch hier eine fast automatisch generierte Auswertung. Einzig und allein ein Knopfdruck ist nötig, der Rest wird wieder über Formeln ermittelt.

Makros vs. Formeln

Für gewöhnlich langen Formeln aus, um die entsprechenden Ansichten und Berechnungen zu ermöglichen. In einigen Fällen ist der Griff zu Makros allerdings aus mehreren Gründen sinnvoll.

Zum einen kann es vorkommen, dass es einfach keine formelbasierte Lösung gibt oder diese zumindest so komplex ist, dass es völlig unübersichtlich wird. Zum anderen gibt es Fragestellungen, die sich nur über mehrere Matrixformeln lösen lassen. Um dann noch möglichst flexibel in der Menge der Daten zu bleiben, müssen die Bereiche entsprechend groß angelegt werden. Matrixformeln erlauben es zu einem gewissen Grad, innerhalb von Formeln noch separate Berechnungen durchzuführen.

Nehmen wir ein praktisches Beispiel.

Wir haben unsere Liste voller Trades (1000+ Einträge) und möchten nun eine Seite erstellen, in der wir einige Filter setzen können, um dann als Resultat nur noch die Trades angezeigt bekommen, die dem Filter entsprechen.

Zum Beispiel: Nur EURUSD mit einem Profit > 100 und einer Haltedauer Formeln -> Berechnungsoptionen ), was bedeutet, dass bei jeder Änderung alle Formeln berechnet werden. Je umfangreicher die Datei, desto mehr Berechnungen sind notwendig und desto langsamer wird Excel.

Eine VBA-Lösung würde die Berechnungen nur auf Knopfdruck ausführen und die Zellen mit reinem Text befüllen. Damit wird Excel allerhöchstens während der Laufzeit der Makros etwas verlangsamt, läuft aber ansonsten flüssig. Außerdem lassen sich mit Makros wesentlich komplexere Berechnungen in Schleifen durchlaufen, was in den meisten Fällen auch noch schneller programmiert ist, als die entsprechenden Formeln zusammenzusetzen.

Trading-Tagebuch in Excel!

Sie haben nun einige Möglichkeiten kennengelernt, wie man Daten in einem Trading-Tagebuch verwerten kann. Richtig aufgebaut, läuft diese Auswertung danach größtenteils von selbst, sodass man keinerlei Arbeit hat, außer täglich seine Trades einzutragen. Die Erstellung mag zwar aufwendig sein, ist aber in den meisten Fällen eine Arbeit, die man nur einmal erledigt (und gelegentlich erweitert) und danach dauerhaft nutzen kann.

Wenn Sie also Spaß am Basteln haben, ist solch ein Projekt garantiert eine sinnvolle Investition, zumal Sie am Ende der Arbeit eine Datei haben, die genau das macht, was Sie erwarten. Nicht mehr und nicht weniger, wie es bei den meisten fertigen Lösungen der Fall ist.

Das Herzstück solcher Dateien sind immer die Daten. Je mehr Sie zu einem Trade erfassen, desto mehr können Sie auch mit den Daten machen. Sie kennen nun einige Möglichkeiten, wie Sie die Daten von A nach B bekommen, wie Sie gezielt nach Daten suchen und wie Sie diese in Formeln verwenden können. Mit etwas Bastelarbeit und ein wenig Design lassen sich daraus maßgeschneiderte Tools entwickeln, die Ihnen den Trading-Alltag erleichtern können. Mit den hier vorgestellten Funktionen lassen sich etliche Auswertungen erledigen, sodass das Resultat Ihrer Arbeit nur noch von der eigenen Kreativität abhängt.

Sofern Sie über die nötigen VBA-Kenntnisse verfügen, lässt sich das Ganze noch auf eine weitaus flexiblere Ebene katapultieren.

Als kleiner Tipp zur Einarbeitung in VBA:

In den Entwicklertools gibt es die Funktion „Makro aufzeichnen“. Wenn Sie diese Option aktivieren, wird jeder Mausklick und jede Eingabe, die Sie in der Datei machen, aufgezeichnet. Sobald Sie die Aufnahme beenden, können Sie das Makro in Codeform im Editor einsehen und somit nachvollziehen welche Aktion in Excel welchem Code entspricht. Das erleichtert es Ihnen ungemein, gewisse Funktionen in Code zu verwandeln und zu verstehen, was hinter dem Code steckt.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Basteln!

Trading-Tagebuch Download: Excel Tabelle & PDF Vorlage

Ein professionelles Day Trading-Tagebuch zu führen ist essentiell für Börsenerfolg. Jetzt erfährst du, wie es funktioniert.

Wenn du diesen Grundlagen Beitrag gelesen hast, bist du in der Lage dazu deine Tradingergebnisse schon nach weniger als 20 Trades zu pushen.

Du erhältst Profitipps zum erstellen einer bewährten Trading-Journal Excel Tabelle, und wirst erfahren, mit welchem Inhalt du dein Tagebuch füttern musst und wie du es am besten auswertest.

Hier darfst du gerne meine erprobte Trading Tagebuch Vorlage als PDF [Klick] runterladen (damit kannst du sofort und übersichtlich deine Trades dokumentieren).

Bähm! Und ab geht die Luzi .

Warum du unbedingt ein Trading-Tagebuch führen musst

Um die Frage zu beantworten, musst du erstmal wissen was erfolgreiches Trading ausmacht!

Profitables Trading ist:

  • reproduzierbar
  • nachvollziehbar und
  • konstant

Sprich: Es folgt einem systematischen Prozess. Und mit einem Trading-Tagebuch protokollierst du diesen Tradingprozess.

Nur so ist es möglich, ab einem gewissen Zeitpunkt, Beständigkeit in deine Tradingergebnisse zu bekommen.

Durch Aufzeichnungen deiner Trades fällt es dir leichter ein erfolgreicher Trader zu werden, denn du setzt einen sogenannten Feedback Loop in Gang.

Heißt: Du überwachst dich, lernst aus deinen Aufzeichnungen und verbesserst dich dann Schritt für Schritt.

Dieser Prozess wird immer und immer wieder durchlaufen, daher der Name Loop (deutsch: Schleife).

Tatsache ist:

Gut zu wissen

Trader – und Performer allgemein – brauchen Feedback. Am besten regelmäßig und möglichst direkt, sonst ist Stillstand bei den Ergebnissen angesagt

Als privater Trader hast du das Problem, dass dir im Alltag kein Trading Coach über die Schulter schaut und das für dich erledigt.

Aus diesem Grund ist ein Trading-Tagebuch für einen Retailtrader besonders nützlich.

Es ermöglicht eine Art Selbstcoaching.

Konkret hilft dir ein Trading-Tagebuch:

  • beim Auswerten deiner Trades
  • deine Trades nachvollziehbar zu machen und einzuordnen
  • Fehler zu erkennen
  • deine Handelsstrategie zu optimieren
  • dich selbst kontinuierlich zu verbessern
  • Zusammenhänge zu erkennen, beispielsweise zwischen deiner Stimmung oder anderen Ereignissen und möglichen Verlusten
  • beim Austausch mit anderen Tradern

Du möchtest sofort deine Trades professionell auswerten, mit einer erprobten Trading Tagebuch Beispiel Vorlage dokumentieren, und dein Trading damit in kürzester Zeit verbessern?

Dann darfst du dir hier gerne meine Trading Tagebuch PDF Vorlage [Klick] runterladen.

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Wobei hilft dir ein Trading-Tagebuch?

Bei der Selbstreflektion und Überwachung des Tradingansatzes

Ein Trading Tagebuch: Was ist das überhaupt?

Gut zu wissen

​ Der Begriff Trading-Tagebuch beschreibt die fortlaufende Dokumentation deiner Tradingaktivität mit Hilfe von gezielt ausgewählten Notizen

Dabei wird meistens empfohlen statistische Details festzuhalten wie:

  • Einstieg- und Ausstiegskurs
  • Zeitpunkt
  • long oder short Trade usw.

Ebenso können psychologische Aspekte im Tagebuch festgehalten werden.

Aus diesem Grund teile ich persönlich das Trading-Tagebuch in zwei Kategorien auf:

  • Statistische Aufzeichnungen (Trading Journal)
  • Mentale Aufzeichnungen (Trading Tagebuch)

Verwechseln darfst du ein Journal oder Tagebuch nicht mit einem Tradingplan, dieser gibt dir konkrete Anweisungen für den Handel vor

3 bewährte Methoden für ein Trading-Tagebuch

Grundsätzlich gibt es drei Varianten ein Trading-Tagebuch zu führen:

  • eine handfeste auf echtem Papier
  • eine programmierte Variante in Excel
  • professionell entwickelte Software

Für was welche Option am besten geeignet ist und welche Vor– und Nachteile entstehen, gehen wir jetzt kurz durch .

Das Trading-Tagebuch auf Papier

Verwendbar ist jedes beliebige Notizbuch oder ein Schreibblock (bitte kein Klopapier, ich hatte nur kein aussagekräftigeres Bildchen).

Vorteil: Durch das Gefühl des Aufschreibens von Hand, wird das Thema für unser Gehirn verbindlicher und verschiedene Eindrücke des Tradingtags prägen sich nachhaltiger ein.

Nachteil: Relativ hoher Zeitaufwand beim Auswerten der Einträge, da die Daten nicht automatisch ausgelesen und als Ergebnis präsentiert werden. „Kuddellmuddel“ und sinkende Übersichtlichkeit nach vielen Trades.

Empfehlung: Hat sich bei mir bewährt für das Führen eines mentalen Trading-Tagebuchs, da Gefühle und Eindrücke stärker in Erinnerung bleiben und auch sehr individuelle, beschreibende Notizen möglich sind.

Ein Trading-Journal mit Hilfe einer Excel Tabelle

Um ein Trading-Journal mit Hilfe einer programmierten Tabelle zu führen, ist jedes beliebige Tabellen-Kalk-Programm verwendendbar – Microsoft Excel ist wohl das bekannteste.

Ein solides kostenloses Kalkulations-Programm für alle Betriebssysteme, ist Calc von Libre Office. Es wartet mit einem sehr ähnlichen Funktionsumfang wie Excel auf.

Eine weitere kostenlose Alternative ist Google Docs. Damit ist es ebenfalls möglich Tabellen anzulegen und du hast diese automatisch auf allen Computern verfügbar.

Außerdem kannst du Google Docs Tabellen freigeben und mit anderen teilen.

Ideal ist das, wenn du verschiedene Rechner benutzt, oder wenn du dich mit anderen Tradern, oder einem Mentor, über dein Trading austauschen möchtest.

Der Ablauf beim Eintragen der Daten ist bei allen Alternativen gleich: Die unterschiedlichen Einträge des Trading-Journals kommen in die Spalten und pro abgeschlossenem Trade, ergänzt du eine neue Zeile.

Vorteil: Eine Excel Tabelle ist ideal für das Auswerten der technischen Daten deines Tradingansatzes. Du hast die Möglichkeit sämtliche Kennzahlen für die Bewertung einer Strategie automatisch berechnen zu lassen und deine Tradingergebnisse periodisch auszuwerten. So werden sie vergleichbar und es ist möglich gute sowie negative Muster, oder Tendenzen, aus den aufbereiteten Datenreihen herauszulesen.

Nachteil: Relativ umständlich zu pflegen und solide Kenntnisse mit Tabellen-Kalkulationsprogrammen sind notwendig.

Professionelle Trading-Tagebuch Software

Speziell entwickelte Trading-Tagebuch Software gibt es nicht umsonst. Aber sie hat durchaus einige Vorzüge.

Überleg mal: Warum führen viele Trader ihr Trading-Tagebuch nicht konsequent?

Weil es zu umständlich ist und es jedem von uns schwer fällt, sich im hitzigen Marktgeschehen die Zeit dafür zu nehmen.

Falls du schon länger tradest, kennst das du sicher auch, oder?

Eine Trading-Journal-Software greift genau hier ein, denn sie ist für diese Aufgabe optimiert und macht langfristig vieles einfacher.

Programme für das Dokumentieren deiner Handelsaktivität tragen deine Trades automatisch ein und unterstützen die Auswertung der Ergebnisse grafisch in zusätzlichen Charts.

Vorteil: Verwendest du eine Profi-Trading-Tagebuch-Software, reduzierst du den Aufwand deutlich und erhöhst die Chance, dass du wirklich konsequent all deine Trades asuwertest. Du hast immer einen top-aktuellen Überblick über die Qualität deines Tradings.

Nachteil: Der automatische Import der Trades von deiner Trading-Plattform hört sich zunächst nach einem klaren Pluspunkt an, da du enorm Zeit sparst, doch der Knackpunkt ist, dass du die Trades nicht bewusst rekapitulierst. Übernimmst du alle Trades von Hand, wirst du dazu gezwungen, diese nochmals zu bewerten.

Eine Trading-Tagebuch Excel Tabelle erstellen

Für einen aktiven Daytrader ist es sinnvoll die einzelnen Tradedaten in einer Trading-Tagebuch Excel Tabelle festzuhalten.

Protokolliere darin die Daten deiner Trades möglichst so, dass du jederzeit die wichtigsten Kennzahlen deines Trading-Systems herausfiltern kannst.

Du musst auf einen Blick sehen können, wie sich die Systemkennzahlen über einen gewissen Zeitraum entwickelt haben.

Folgende Kennzahlen musst du für periodische Vergleiche deiner Tradingaktivität sofort berechnen können:

Gut zu wissen

  • Trefferquote (100 * Anzahl richtige Treffer / Anzahl Gesamtversuche)
  • Gehandelte Win to Loss Ratio (durchn. Gewinne / durchschn. Verluste)
  • Profit Factor

In einer aufbereiteten Trading Tagebuch xls Statistik siehst du gut, wie du dein Geld machst (oder verlierst) und wo Probleme liegen könnten.

Als Beginner steht die Strategiefindung im Vordergrund. Dafür brauchst du die technischen Daten deiner Trades. Mentale Notizen werden erst etwas später relevant

Ein Professionelles Trading Journal für Daytrader: Was gehört in die Excel Tabelle?

Pflichtinhalt für die Excel Tabelle:

Aus diesen Notizen berechnest du die oben genannten Systemparameter und bekommst weitere nützliche Informationen zu deinem Trading.

Hier siehst du mein statistisches Trading-Tagebuch als Beispiel Vorlage für deine Excel Tabelle:

Die ersten 30 Trades des Jahres 2020 in meiner selbst erstellten Trading Journal xls Excel Tabelle. Die mit einem kleinen „e“ markierten Spalten erfordern eine manuelle Dateneingabe.

Am Ende habe ich die Entrytaktik und fragwürdige Entscheidungen vermerkt (in einer nur für mich verständlichen Steno-Schreibweise, um den Aufwand zu minimieren).

Diese Datenbasis hilft Stärken und Schwächen deines Tradingansatzes schnell zu entlarven und herauszufiltern.

So wertest du deine Excel Tabelle sinnvoll aus

  • Wochentag, arbeite dich zur
  • Uhrzeit vor, wechsel dann zum
  • Instrument, bzw Markt und schließe die erste Analyserunde mit der
  • Traderichtung.

Was kannst du aus diesen Daten herauslesen?

Du erkennst Performance-Tendenzen an verschiedenen Wochentagen.

Zum Beispiel performen einige Trader oder Strategien montags oder freitags deutlich besser als an den restlichen Tagen. Andere wiederum machen mehr Gewinn zur Wochenmitte, oder es tritt gar keine signifikante Verschiebung auf.

Wenn dir klar wird, dass du zum Wochenstart besser performst, gilt es den Grund dafür herauszufinden.

Danach solltest du entscheiden, ob es sinnvoll wäre diese Tendenz zu verstärken, weil du eine Stärke in deinem Tradingansatz herausgefunden hast.

Möglicherweise verhält es sich auch nicht so eindeutig und du stößt bei deiner weiteren Recherche auf Probleme an den anderen Handelstagen, die dringend beseitigt werden müssen.

Das gleiche gilt eins zu eins für die Tageszeit.

Ebenso solltest du ein Auge darauf haben, in welchem Markt du am besten performst. Dies kann dir einen Hinweis darauf geben, für welchen Markt deine Strategie am besten geeignet ist.

Ebenso gilt das eins zu eins für die Traderichtung.

Praxis-Beispiel: Wie Feedback aus dem Trading-Tagebuch direkt zu Verbesserung führt

Eine Zeit lang habe ich deutlich mehr Short- als Longtrades gemacht.

Wie ich später herausfand lag das zum einen am übergeordneten Marktumfeld (starker Abwärtstrend). Dieser Zusammenhang war lobenswert, denn ich schien vermehrt mit dem Trend zu handeln und stellte mich nicht gegen Trends.

Nach einiger Zeit blieb diese Tendenz jedoch bestehen, obwohl das Umfeld mittlerweile in einen Seitwärtsmarkt gedreht hatte.

Nun wurde ich stutzig und fragte mich, was treibt mich zu so vielen Shorttrades?

Die Antwort fand ich nicht direkt im Tagebuch.

Doch die Trading Journal Excel Tabelle machte mich auf diese Tendenz aufmerksam und ich beobachtete meine Gedankengänge vor einem Trade genauer

Bei meiner Analyse kam heraus:

In meiner Anfangszeit als Trader hatte ich bei einigen Longtrades ziemlich auf die Fresse bekommen. Daraus entwickelte sich eine unterbewusste Abneigung gegenüber Longtrades.

Als mir das klar wurde ergriff ich sofort Maßnahmen und programmierte mein Unterbewusstsein um.

Du fragst dich wie das geht?

Ganz einfach (wobei so einfach ist es nicht, aber es hört sich easy an):

  • zum einen andere Glaubenssätze formen und
  • neue Gewohnheiten antrainieren (durch Wiederholung).

Ich überzeugte mich Stück für Stück davon, dass auch Longtrades nach meinem Ansatz sehr lohnenswert sind und bewies mir das auch (erst in der Simulation, dann mit echtem Geld).

Je nachdem, was du in einer Trading-Tagebuch Excel Tabelle festhältst, sind weitere technische Details aus deinem Tradingalltag extrahierbar.

Mit diesen Infos ist es beispielsweise möglich Trademanagement Strategien auszusortieren, die nicht wie erwartet performen.

Gut zu wissen

Es macht Sinn, Verbesserungen nacheinander anzugehen nicht auf einmal

Schnell erklärt: Dadurch siehst du genau die Auswirkungen deiner Maßnahmen. Veränderst du mehrere Parameter deiner Handelsstrategie in einem Rutsch, sind die daraus resultierenden Ergebnisse nicht mehr eindeutig zuzuordnen.

Ursache und Wirkung verwischen.

Die Devise für das Führen eines professionellen Trading Journals sollte immer lauten:

So wenig Aufwand wie möglich

Passe deine Excel Tabelle daher unbedingt an deine aktuellen Bedürfnisse und Ziele an.

Tust du das nicht, blähst du dein Journal zu sehr auf.

Es besteht dann die Gefahr den Überblick zu verlieren. Was wiederum deine Motivation ausbremst, überhaupt ein Trading Journal zu führen und auszuwerten.

Das mentale Trading-Tagebuch: Nutze meine PDF-Vorlage

Beim mentalen Trading-Tagebuch geht es um Notizen zu deinem psychologischen Zustand während des Tradings.

Für das mentale Trading-Tagebuch empfehle ich:

  • handschriftliche Notizen
  • Bilder und
  • Tonaufzeichnungen

Genaue mentale Aufzeichnungen sind in meinen Augen für fortgeschrittene Trader wichtig, die technisch wissen was zu tun ist und nach dem Extrakick Performance suchen.

Die mentale Dokumentation wird dann relevant, wenn du genaue Tradingregeln aufgestellt hast und nicht fähig bist diese einzuhalten

Mit dem mentalen Trading-Tagebuch kommst du den Auslösern dieses undisziplinierten Verhaltens auf die Spur.

Vorausgesetzt du notierst verständlich und exakt deine Gedankengänge:

  • vor
  • während und
  • nach einem Trade.

Stelle dir dazu Fragen wie:

  • Was ist die grundlegende Tradingidee?
  • Wieso gehe ich den Trade genau jetzt ein?
  • Warum habe ich den Trade jetzt beendet?
  • Würde ich in der gleichen Situation wieder alles genauso machen?

Wie ich weiter oben schon kurz angedeutet habe, musst du diese Einträge nicht zwingend in Textform machen. Bilder oder Symbole können durchaus ebenso gute Dienste leisten.

Am schnellsten und genauesten sind Tonaufzeichnungen.

Ziel des mentalen Trading-Tagebuchs ist es, dein Verhalten (die Umsetzung der Strategie) als Trader – nicht die Strategie – Stück für Stück zu verbessern.

Gut zu wissen

Dein Verhalten hängt größtenteils von deiner aktuellen Stimmung sowie antrainierten Gewohnheiten ab

Du musst also deine mentale Trading-Tagebuch Vorlage so aufbauen, dass du mit ihrer Hilfe deine Verhaltensweisen während des Tradings sichtbar machst und erkennst, welche Trigger eine ganz bestimmte Reaktion bei dir auslösen.

Kennst du diese Trigger, leitest du Gegenmaßnahmen ein.

Zum Beispiel könntest du deinen initialen Verhaltens-Impuls optimieren und deine Routinen, bzw. Gewohnheiten in eine für das Traden vorteilhafte Richtung trainieren.

Was gehört in eine Trading-Tagebuch Vorlage für mentale Auswertungen?

Trading-Tagebuch Vorlage – Diese Einträge sind Pflicht:

Hier eine Trading Tagebuch Vorlage von Godmode im Stile eines Laufzettels:

Das mentale Trading Tagebuch Beispiel von Godmode: Damit sind gezielte tägliche mentale Aufzeichnungen möglich.

Bild:

Psychologische Auswertungen mithilfe eines Laufzettels: Die Trading-Tagebuch Vorlage von Godemode zeigt, wie ein mentales Tagebuch geführt werden kann. Du solltest darin deine mentale Verfassung während des Tradingprozesses notieren. Sammel alle Laufzettel einer Handelswoche und werte sie am Wochenende aus.

Übrigens: Ich habe eine eigene Trading-Tagebuch Vorlage für mentale Auswertungen erstellt. Sie kombiniert handschriftliche Notizen zu den grundlegenden Tradedaten (falls du kein Excel-Fan bist), sowie die wichtigsten Aspekte für mentale Aufzeichnungen.

Entweder du trägst die Notizen direkt am PC oder Laptop in die Trading-Tagebuch PDF Vorlage ein (sie ist editierbar), oder du druckst dir die Vorlage aus und machst tatsächlich handschriftliche Einträge.

Wie erwähnt hat diese Vorgehensweise für mentale Aufzeichnungen durchaus Vorteile, da es verbindlicher wirkt und du dich intensiver mit deiner Stimmung während es Tradings auseinandersetzt.

Noch einmal der Hinweis: Falls du nicht erst stundenlang deine eigene Tagebuch-Vorlage entwerfen und zusammenbasteln willst, und stattdessen sofort mit einem jahrelang erprobten PDF-Journal deine Trades dokumentieren möchtest, biete ich dir gerne meine erprobte „CoinFlip Trading-Tagebuch PDF Vorlage“ zum Download an:

Interesse? Dann .

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Trading-Tagebuch Software: Freeware Programm vs Profi-Tools

Geht es um das Thema Trading-Tagebuch, wird immer wieder die Frage aufgeworfen:

Brauche ich dafür eine Software oder ein spezielles Programm?

Trading Tagebuch Software spart dir Zeit. Du musst kein Excel-Sheet bauen und alle Werte händisch eintragen

Diese Tatsache ist ein enormer Vorteil für Daytrader.

Handelst du intraday, arbeite mit einer Trading-Tagebuch Software

Tradest du längerfristig auf Tagesbasis, ist die Art der Aufzeichnung zweitrangig.

Welche Day Trading-Tagebuch Software kommt in Frage?

Nun, hier kommen mir sofort drei Möglichkeiten in den Sinn:

  1. Das integrierte Trading Tagebuch Freeware Tool deiner Handelsplattform
  2. Edgewonk
  3. Trading Diary Pro

Das Trading Tagebuch Freeware Tool

Viele professionelle Tradingplattformen zeichnen heute alle Daten deiner Trades auf und tragen diese umgehend in eine Art Trading Journal ein.

Ein so generiertes statistisches Trading Journal ist jederzeit in deiner Trading-Software abrufbar.

Ein gutes Trading Journal Beispiel liefert der Ninja Trader.

Du findest darin automatisch alle wichtigen Daten zu jedem abgeschlossenen Trade. Dir werden daraus sogar die wichtigsten Systemkennzahlen des Tradingansatzes sofort berechnet und sichtbar gemacht.

Genial! Alles auf einen Blick und fertig zum Auswerten.

Als individuelles mentales Trading-Tagebuch taugt diese Freeware natürlich nichts.

Das Trading Tagebuch Programm Edgewonk

Möchtest du es einfacher, übersichtlicher, effektiver, flexibler oder tradest du über mehrere Plattformen, macht eine spezialisierte Trading-Tagebuch Software durchaus Sinn.

Beim Edgewonk Trading-Tagebuch Tool handelt es sich um eine externe Software zum Aufzeichnen deiner Tradingaktivitäten.

Leider ist sie nur in englischer Sprache verfügbar.

Über die Seite *Edgewonk.com ist ein Trading-Tagebuch Download kostenlos als Testversion abrufbar. Mach dich in Ruhe mit dieser Software vertraut und überlege dann, ob du sie erwerben möchtest.

Hier die wichtigsten Funktionen der Edgewonk Trading Journal Software im Überblick:

  • Geeignet für alle Betriebssysteme: Das Edgewonk Programm basiert auf Java und ist somit mit sämtlichen Desktop Betriebssystemen sicher verwendbar.
  • Kurse und Handelsdaten direkt vom Broker importieren: Die Daten für deine Trades importierst du kinderleicht von deinem Broker. Auch der beliebte Metatrader wird unterstützt.
  • Alle Anlageklassen tracken: Die Edgewonk Software ist als Forex und CDF Trading Tagebuch nutzbar. Es werden aber auch Aktien oder Bitcoin unterstützt. Kurs und gut: Edgewonk ist für alle Finanzinstrumente geeignet.
  • Dokumentiere mehrere Handelskonten: Die Edgewonk Trading Tagebuch Software ermöglicht es dir viele Handelskonten und unterschiedliche Strategien gleichzeitig zu tracken und auszuwerten.
  • Werte benutzerdefinierte Statistiken aus: Durch individuelle Statistiken ist es dir möglich alle Daten flexibel zu dokumentieren. Mit nur wenigen Klicks erhältst du eine solide Auswertung deines Tradings.
  • Notizen und Statistiken für einzelne Trading Sessions hinterlegen: Edgewonk erlaubt es dir Notizen für deine Daytrading Sessions anzulegen. Auswerten kannst du sie rund um die Uhr nach den sinnvollsten Kategorien.
  • Dokumentiere verpasste Trades: Du hast wieder mal einen Trade nicht eingesackt? Edewonk hilft dir herauszufinden, wieviel Gewinn du liegen lässt – hart, aber nützlich!
  • Gefühlszustände dokumentieren und auswerten: Mentale Kontrolle ist für einen Trader überlebenswichtig. Die Trading Tagebuch Software Edgewonk hilft dir bei der Auswertung deiner Emotionen an der Börse. Welche Gefühle beeinflussen dich negativ und positiv? Diese Frage wirst du dadurch schnell und gezielt beantworten können.
  • Der Edgewonk Trade Simulator: Anhand der Daten deiner dokumentierten Trades erstellt das multifunktionale Trading Tagebuch Programm eine Vorausschau für die Entwicklung deines Handelskontos.

Du möchtest diese Profi-Trading-Tagebuch Software testen, deine Trade-Aufzeichnungen gezielt, übersichtlich und versiert auswerten und damit deiner Performance in nur wenigen Wochen einen ordentlichen Schub nach vorne verpassen ?

Die professionelle Trading Journal Software Trading Diary Pro

Eine weitere bekannte Trading Tagebuch Software ist über die Webseite Trading diary.com beziehbar.

Auch bei dieser Tagebuch-Software ist eine Freeware Testversion nutzbar.

Die Stärke dieser umfassenden Dokumentations-Software für Trader, ist die Vielseitigkeit.

Das Tagebuch Programm Trading Diary Pro übersteigt dabei deutlich die Funktionalität eines einfachen Trading Journals.

Praktisch ist TradingDiary Pro zur Kontrolle deines kompletten Tradinggeschäfts einsetzbar.

Du erhältst mit Trading Diary Pro einen Live-Überblick über dein Porftoliorisiko und die Software erstellt Gewinn/ Verlust Statements deiner kompletten Handelsaktivitäten.

Als Sahnehäubchen liefert die Software sogar Steuerberichte für das Finanzamt und hilft dir bei der jährlichen „Inventur“ als Trader.

Die Programm Oberfläche der Trading Tagebuch Software Diary Pro. Rot umrandet ist der Navigator. Von hier aus sind die meisten Einstellungen möglich. Der rote Pfeil markiert das Fenster zur manuellen Eingabe von Trades. In den meisten Fällen wirst du deine Tradedaten jedoch importieren.

Keine Angst! Die „normalen“ Funktionen eines professionellen Trading Journals finden sich bei Trading Diary Pro selbstverständlich auch.

Kompatibel ist die Trading-Journal Software mit vielen gängigen Brokern wie:

  • Oanda
  • Interactive Brokers
  • FXCM
  • Charles Schwab
  • MetaTrader 4
  • NinjaTrader uvm.

Hier habe ich dir alle aktuellen Daten-Import-Module dargestellt (Stand August 2020):

Die aktuellen Import Module für die Trading Diary Pro Tagebuch Software. Mit ihrer Hilfe lädst du dir die Tradedaten aus deiner Tradingplattform in das Trading Tagebuch Programm, um sie dort aufzubereiten und auszuwerten.

Und hier der Rest der Import Module.

Einen ungeübten Trading-Tagebuch Software Benutzer überfordert die Trading Diary Pro Software schon mal.

Die Möglichkeiten sind einfach sehr umfänglich. Die meisten Trader werden einige Zeit brauchen, um sich an das Programm zu gewöhnen.

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis für dich: Pass auf, dass du es nicht zu aufwändig machst! Beschränke dich auf die Funktionen und Daten, die deinem Trading gerade am meisten helfen.

Ein kostenloses Trading-Tagebuch online

Du darfst und solltest beim Aufzeichnen deiner Tradingaktivität kreativ sein, schließlich soll ein Trading-Tagebuch für Trader möglichst Spaß und Freude erzeugen und nicht dein Trading lähmen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Blog – ein Blog ist ja bereits eine Art Online-Tagebuch, also warum nicht für das Trading verwenden?

Hört sich aufwendig an – gebe ich zu, ist es aber gar nicht. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, diese Webseite ist genau so entstanden!

Zu Beginn nutzte ich CFT ausschließlich als kostenloses Online-Trading-Tagebuch für mein CoinFlip Experiment

Dafür gab es einige Gründe:

  • Öffentlichkeit
  • vorgefertigte Technik
  • Übersichtlichkeit
  • Handhabbarkeit
  • Motivation

Suchst du dir deinen Bloganbieter gut aus, kannst du sofort mit deinen Aufzeichnungen als Trader loslegen.

Du bekommst dort alles aus einer Hand, sehr einfach und übersichtlich. Und, es ist kostenlos, wenn du auf einen individuellen Domainnamen verzichtest.

Anstatt einen aufwändigen Artikel zu veröffentlichen postest du einfach deine Trades. Wie du das machst und was du genau dokumentierst, bleibt dir überlassen.

Der größte Vorteil, ein Trading-Tagebuch Online mit Hilfe einer Blogging-Plattform zu führen, liegt auf der Hand:

Du stellst Öffentlichkeit her, wirst also beobachtet, und setzt dich damit unter Druck

Dein Nutzen: Du bleibst viel eher dabei und motiviert, da du gut dastehen möchtest und deine Versprechen einhalten willst.

Wenn du es clever anstellst, baust du dir nach und nach schon eine eingeschworene Gemeinschaft auf, die mitfiebert und selbst von deinen Tradingfehlern profitiert, indem sie diese mit dir diskutiert und daraus lernt.

Ein WIN WIN, findest du nicht?

Die Blog-Plattform eignet sich auch gut zum sortieren der Trades in Kategorien und zum archivieren.

Charts, Zeichnungen und Videos sind bei einem online Trading-Tagebuch-Blog problemlos in die Posts integrierbar.

Scheust du die Öffentlichkeit im Internet, oder möchtest diese Form des Trading-Tagebuchs Online erstmal für dich ausprobieren, stellst du deine Posts einfach auf Entwurf.

Zu guter Letzt dient diese Art ein Trading-Tagebuch zu führen auch als Referenz.

Ein Coach oder Tradingbuddy können direkt alle deine Trades einsehen, beurteilen und mit dir besprechen.

Im besten Fall, wenn du also das Traden erlernt hast, baust du dein Trading-Tagebuch Online-Blog zur kompletten Webseite aus und nutzt es für geschäftliche Zwecke.

Ich hatte im Jahr 2020 mein „Trading-Tagebuch“ bei der Blogging-Plattform „Overblog“ gestartet

. und war als Anfänger mehr als zufrieden.

Diese Plattform liefert alles aus einem Guss.

Over Blog hat eine eigene Community. Damit hast du sofort Leser und die Software ist einfach und übersichtlich.

Ein professionelles Trading Tagebuch (Takeaways)

Trading-Tagebuch – Die wichtigsten Häppchen zum Mitnehmen

Interesse an einem erprobten Aktientrading-Ansatz auf Tagesbasis für Berufstätige?

Schlussglocke

Ein Trading-Tagebuch ist Kernelement des Feedback-Loops für Trader und das ideale Werkzeug für ein Selbtscoaching-Programm. Nutze es, um dich Schritt für Schritt zu verbessern. Dafür musst du aktiv mit den Aufzeichnungen arbeiten und du solltest nur solche Notizen dokumentieren, die gerade für deine aktuellen Probleme relevant sind. Drehe bei der Optimierung deines Tradings immer nur an einer Schraube. Durch diese Maßnahme werden Ursache und Wirkung nachvollziebar bleiben.

P.S. Du brauchst eine erprobte Trading-Tagebuch Vorlage?

Dann lade dir jetzt die ’CFT-Trading Tagebuch PDF Vorlage‘ runter – kostenlos! Gebe dazu hier unten Deine E-Mail ein und klicke auf den gelben Button ��

Wenn du dir das PDF sicherst, meldest du dich auch für meinen Trading Newsletter an und erlaubst mir, dir weitere nützliche Inhalte zum Thema Trading zu mailen. Dies kannst du mit nur einem Klick widerrufen, indem du in den Mails den Abmeldelink benutzt. Ich halte mich an den Datenschutz

Dein Coin-Flip-Project wurde ja zumindest anfänglich sehr ausführlich als Art Trading-Tagebuch geführt. Siehst Du das als möglichen Ersatz eines Trading-Tagebuchs an, wenn man sein Trading via Blog oder in Foren öffentlich dokumentiert.
Wie hoch ist das Risiko, sich selbst zu belügen, auf der Suche nach öffentlicher Anerkennung und man so nicht bereit ist, eigene Fehler offen einzugestehen?
Wenn Du selbstkritisch zurückblickst, hast Du selbst den ein oder anderen Trade besser dargestellt, als er am Ende war oder warst Du immer ehrlich, vor allem zu Dir selbst?
Viele Grüße
DaBuschi

Wenn Du selbstkritisch zurückblickst, hast Du selbst den ein oder anderen Trade besser dargestellt, als er am Ende war oder warst Du immer ehrlich, vor allem zu Dir selbst?

Bis auf teilweise vernachlässigte Slippage verlief der CFT Test tatsächlich 1:1. Ich hatte da ja auch nichts zu verlieren. Ich musste nicht gewinnen, ein potentieller Gewinn war das Itüpfelchen.

Wo ich mich allerdings früher schon selbst belogen habe, war beim Testen von Ansätzen im Demotrading. Da hatte ich mir gesagt, ok, den hätte ich jetzt normalerweise nicht genommen. Ich will nur mal gucken, wie dieser Trade laufen würde. jaja, hahaha von wegen! Denn vorher stand genau fest: es ist eine 1:1 Simulation und alles was getradet wird, ist auch echt. Im Laufe der Zeit konnte ich dazu aber die richtige EInstellung entwickeln.

Ein Blog als Tagebuchersatz, war das jetzt ne Frage?

Falls ja, würde ich sagen, ist ne Möglichkeit. Intraday würde ich das heute wohl mit einem Vblog machen. Bestimmte Trades voll per Screencapture aufzeichnen und veröffentlichen und die eigenen Grundregeln natürlich anderen Lesern bereitstellen. Du setzt dich damit zumindest unter Druck, unterwirfst dich einer externen Begutachtung, tauschst Ideen aus und der Spaßfaktor steigt durch die Interaktion. Etwas Spielraum zum Selbstbetrug bleibt aber bei allen Formen eines Tradingtagebuchs, wenn man ehrlich ist.

Wie handhabst du es denn mit den Aufzeichnungen?

Hi Ingmar und DaBuschi,

Darüber dass ein Tradingtagebuch wichtig ist, brauchen wir uns nicht unterhalten:-)
Und sich selbst betrügen kann man mit oder ohne Blog.

Ich habe es damals, im Zuge meiner Ausbildung in einem Blog gemacht. Den konnten sowohl die Teilnehmer als auch mein Coach sehen, und ihren Senf dazu geben:-)
Mir hat das eine Menge gebracht.
Natürlich muss die Strategie bekannt sein, sonst haben es andere sowieso schwer überhaupt ein Feedback zu schreiben.
Das Problem im öffentlichen Raum sehe ich allerdings darin, dass es wohl kaum jemanden gibt, der sich das Ganze wirklich ansieht und einem auf die Finger klopft wenn etwas nicht stimmt, und nachfragt warum man den Trade gemacht hat, oder ihn ausgelassen hat.

Wichtig finde ich, mit anderen Tradern in Kontakt zu kommen. Vor allem am Anfang hilft der Kontakt zu Tradern die besser sind als man selber, enorm weiter. Und so schwer wie ich mir das am Anfang vorgestellt habe, ist es nicht. Selbst Profis haben eine E-Mail Adresse und die meisten Antworten auch:-)
Aber auch Trader Freunde zu finden denen ich vertraue, war wichtig für mich. Mit ihnen konnte und kann ich die mentale Seite des Tradings besser besprechen. Im Grunde genommen haben oder hatten sowieso alle Trader ähnliche Probleme, und es gibt meistens eine Lösung die auch auf einen persönlich passt, und die ein anderer schon gefunden hat, oder sonstige Hilfe anbietet.

schön, mal wieder von dir zu hören ��

Das Problem im öffentlichen Raum sehe ich allerdings darin, dass es wohl kaum jemanden gibt, der sich das Ganze wirklich ansieht und einem auf die Finger klopft wenn etwas nicht stimmt, und nachfragt warum man den Trade gemacht hat, oder ihn ausgelassen hat.

So ist es! Und wenn sich jemand dafür interessiert, dann meist nur, um dich a) entweder auseinanderzunehmen und sich selbst dabei zu profilieren und das eigene Ego zu pinseln, oder b), weil derjenige selbst nicht weiter weiss, und hofft, von dir etwas zu lernen. Beide Fälle sind für dein eigenes Fortkommen -gerade am Anfang- nicht optimal. Wirklich gute Leute interessiert es idR nicht was andere machen. Auf die musst du selbst zugehen.

Ein Tagebuch mittels Blog zu führen, kann dich jedoch motivieren, kontinuierlich zu dokumentieren. Mit etwas Glück baust du eine kleine feine Community auf, die sich wirklich gegenseitig unterstützt. Und vielleicht erwächst noch mehr daraus.

Hast du dich denn auch schon beim Traden selbst belogen, los sei ehrlich? �� Und wobei hat dir dein Tagebuch am meisten geholfen?

@Ingmar: Ich dokumentiere meine Trades mittlerweile nicht mehr für mich selbst. Es gibt in einem Forex-Forum einen monatlichen Contest . Die meisten Handeln im Demo-Konto, nur wenige sind mit nem Live-Konto dabei. So auch ich. Ich mach es am Ende eigentlich nur, weil die Verlierer am Ende 5€ fürs Forum spenden und da ich mit einem Live-Konto nicht das Risiko fahre, dass andere im Demo eingehen (meist mit dem entsprechenden Ergebnis), kann ich so dem Forum was Gutes tun.

Mit diesem Contest führe ich aber ein Journal, wo ich auch hier und da Kommentare bekomme. Ein User ist dabei auch besonders kritisch. Aber das ist in Ordnung. Es schärft die Sinne. Für diesen Contest habe ich die Regel im EURUSD nur long zu gehen und maximal 4 Trades am Tag zu machen. Durch die Öffentlichkeit des Journals überlegt man sich genau, welche Setups man tradet und wartet dann halt geduldig auf die richtige Gelegenheit. So vermeidet man eben solche Trade, wie Du sie im Demo-Modus oben beschrieben hast und man lernt Geduld, die man sonst nicht haben müsste, wenn alles daheim im stillen Kämmerlein geschieht. Da das Konto mit myfxbook verlinkt und öffentlich einsehbar ist, würden zusätzliche Trades, die man “verschweigt”, sowieso auffallen.

Bezüglich Trading belüge ich mich persönlich nicht mehr und der Hauptfokus liegt in der Psychologie. Ich weiß, welche Setups eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit haben und ich weiß, dass ich nur geduldig warten muss. Deshalb interessieren mich Beiträge mit neuen Strategien und Setups und EA´s überhaupt nicht. Wenn dann gebe ich maximal Hinweise bezüglich möglicher Schwachstellen, aber ich betreibe kein System-Hopping mehr, wie in meiner Anfangszeit.

Ansonsten sehe ich es wie Birgit. Wichtig sind Trader, mit denen man vor allem die psychologische Seite des Tradings beleuchten kann. Diese Trader haben ihre Mitte gefunden und wissen, dass die Lösung auf der Suche nach Erfolg nicht im perfekten Setup, sondern in der eigenen Psyche vergraben liegt. Solche Trader zu finden, mit denen man diesbezüglich auf Augenhöhe kommunizieren kann, ist nicht leicht, aber es gibt sie ��

Viele Grüße
DaBuschi

danke für dein ausführlichen Kommentar.

Da fängst du ja gleich so einige Fliegen mit einer Klatsche bei deinen Aufzeichnungen.

Ich weiß, welche Setups eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit haben und ich weiß, dass ich nur geduldig warten muss. Deshalb interessieren mich Beiträge mit neuen Strategien und Setups und EA´s überhaupt nicht.

Wer an den Punkt kommt, kann in aller Regel wirklich profitabel traden. Und es zeigt auch meine Erfahrung: Geduld ist – vor allem im nicht automatischen Handel – irgendwann mit die wichtigste Fähigkeit, die ein Trader besitzen muss.

ich betreibe kein System-Hopping mehr, wie in meiner Anfangszeit.

Das hatte ich komischerweise nie wirklich getan. Ich habe zwar irgendwann meinen Ansatz drastisch verändert, aber eigentl nur einmal und auch erst nach einer – im Nachhinein – zu langen Zeitspanne. Danach gab es bei mir nur noch kleinere Anpassungen, aber keinen Richtungswechsel mehr.

Was mich noch interessieren würde: Hattest du denn zu Beginn (bzw mal eine Zeit lang) deiner Laufbahn als Trader ein klassisches, ausführliches Journal geführt und wirklich damit gearbeitet? Oder immer nur sporadisch oder konntest dich gar nicht dazu durchringen?

Ich hatte in dem Sinne nie wirklich ein Trading-Journal. Ich hatte immer Aufzeichungen über meine Trades mit Einstieg, initial SL, Positionsgröße, Ausstieg und hab mir dann die diversen statistischen Kennzahlen ausgewertet.

2020, während der 6-monatigen Elternzeit für meine Tochter, hatte ich mal ein kleines Projekt, wo ich ein sehr aggressives MoneyManagement hatte und da habe ich in Excel jeden Trade erfasst mit Handelstag, Einstiegskurs, initial SL etc. und das Excel-Sheet hat mir anhand von Einstieg und initial SL meine Positionsgröße ausgerechnet.

Durch die hohe Menge an Trades habe ich irgendwann angefangen, meine statistischen Auswertungen zu erweitern und hatte dann Gewinn pro Woche, Gewinn pro Monat und sehr interessant, die Profitabilität der verschiedenen Wochentage. Dienstag und Donnerstag waren meine profitabelsten Handelstage.

Am Ende habe ich aber viel in Foren geschrieben und dort Journale geführt und ich hatte auch mal eine Truppe von ingesamt 5 Trader, wo wir uns täglich während des Tradings ausgetauscht hatten. Wir hatten alle irgendwie unterschiedliche Ansätze, sind aber immer auf die gleichen Probleme gestoßen – die eigene Psyche.

Am Ende war meine Laufbahn so, dass ich schnell erkannt habe, dass mir Indikatoren nix bringen und ich also am nackten Chart handele. Inspiriert durch andere Trader bin ich zur Elliott-Wellen-Theorie, Markttechnik etc. gelangt und immer wenn ich neues Wissen hatte, hab ich das im Forum geteilt und anhand der jeweiligen Methode Charts analysiert und Trades daraus abgeleitet, oftmals mit Ansage vor dem Einstieg und dann Betreuung während des Trades. Manchmal aber auch den Trade erst nach dem Abschluss erklärt. Dabei kann man sich dann schon selbst belügen, indem man nur seine guten Trades zeigt und die 20 Trades mittendrin, wo man vor lauter Ungeduld mehr verloren hat, als man mit dem guten Trade einspielen konnte, die verschweigt man dann halt öffentlich. Damit belügt man sich am Ende aber selbst, denn wer zu anderen nicht 100%ig ehrlich ist, ist auch mit sich selbst nicht völlig im Reinen.

Das erklärt wahrscheinlich auch, warum ich in dem Forum irgendwann auch Moderator wurde und irgendwie unantastbar war. Das Absurde ist, dass ich selbst andere Forenteilnehmer in anderen Foren auf ähnliche Weise gesehen habe und mir nicht bewusst wurde, dass es denen evtl. wie mir geht. Sie labern immer klug daher und bringen all die positiven Beispiele und zeigen aber nicht die Schlechten und erwecken so den Eindruck, die Top-Trader zu sein.

Seit 2020 habe ich aufgrund meiner persönlichen Situation (Haus gekauft, neuer Job etc.) meine Foren- und Tradingaktivität zurückgefahren. Als das Forum aus finanziellen Gründen vom Netz ging, hatte ein Nutzer noch Kontakt mit mir aufgenommen, weil er meine Beiträge gelesen hatte und sich erhoffte, sich durch den regelmäßigen Kontakt zu mir weiterentwickeln zu können. Das war Anfang diesen Jahres.

Als das Forum dann kurze Zeit später wieder online war, war auch ich wieder aktiver, da ich auch gerade nach längerer Pause wieder mit dem Intraday-Trading begonnen hatte. Da ich mittlerweile über den Punkt hinaus bin, dass mir die Anerkennung der anderen wichtig ist, habe ich mein aktuelles Journal von Beginn an so aufgesetzt, dass alles offengelegt ist. Ironischerweise ist der User, der mich ins Forum zurückbrachte, mein größter Kritiker. Ich hatte bei ihm wohl diesen Guru-Status und er war für ihn wohl überraschend, dass ich nur ein Mensch bin, der auch mal Fehler macht und nicht jeden Monat 100% generiert. Aber das ist in Ordnung so.

Er scheint schon recht fortgeschritten in seiner eigenen Trader-Entwicklung zu sein und ich scheue die Auseinandersetzung nicht, auch wenn er manchmal provokativ ist. Aber am Ende geht es mir nicht besser oder schlechter, wenn andere in dieser Welt besser oder schlechter von mir denken. Im Moment ist es mir sogar wichtiger, den anderen zu zeigen, dass auch Trader, die es vermeintlicht “drauf” haben, auch jeden Morgen aufstehen, ohne zu wissen, was rechts auf dem Chart passieren wird und das es am Ende auch normale Menschen mit normalen Problemen sind und auch zu zeigen, dass nur der, der sich selbst Schwächen und Fehler eingesteht und sich diesen stellt, sich am Ende weiterentwickeln kann.

Und damit schließt sich der Kreis bezüglich eines Journals. Ein erfahrener Trader weiß, warum ein Journal bei der eigenen Entwicklung helfen kann. Ein Anfänger wird das ganze Thema mit den Emotionen zwar wahrnehmen und dokumentieren, aber kann noch nicht verstehen, wie man damit umgehen muss und warum das die wirklich wichtigen Informationen sind. Als Anfänger wäre es für mich nur dahingehend sinnvoll gewesen, um am Ende zu sehen, ob ein Setup (denn Money- und Trade-Management waren für mich damals Fremdwörter) funktioniert.

Deshalb bin ich der Meinung, dass ein Journal durchaus hilfreich sein kann, aber wirklich effektiv ist es nur in der Art, wie Birgit es beschrieben hat, wenn man es mit anderen Tradern und dem eigenen Coach teilt. Es sind die anderen, die den Finger in die Wunde legen und den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge lenken – vor allem erfahrene Trader. Dies öffentlich zu tun, muss man aber erstmal abkönnen. Wer es aber abkann, hat in meinen Augen beste Voraussetzungen, es auf lange Sicht zu schaffen.

Deshalb mein abschließendes Urteil zum Thema Journal – hilfreich, ja, aber wirklich nur effektiv, wenn man sich Feedback von anderen (am besten erfahrenen Tradern) einholt. Dabei ist es nicht mal wirklich entscheidend, ob diese Trader selbst profitabel sind. Es gibt am Ende auch hervorragende Fußball-Trainer, die als Spieler selbst nie Landesmeister wurden oder die Champions-League gewannen.

Und so kann es auch gute Trading-Coaches geben, die selbst nicht die Überperformance haben, aber am Ende will jeder erstmal wissen, ob der andere es auch kann, bevor er sich coachen lässt. Verständlich und nachvollziehbar, aber nicht immer zielführend.

Jetzt hab ich schon wieder nen Roman geschrieben, aber jetzt hast Du ne Idee, wie meine Journale so aussehen, wenn ich erstmal ins Schreiben komme ��

Viele Grüße
DaBuschi

Hi DaBuschi,
jetzt bist du aber in einen Schreibflow gekommen.

Ich finde es immer toll, andere Tradergeschichten zu hören, klasse! Wobei mir einige Infos zum Journal gereicht hätten ��

Ich war – im Gegensatz zu dir – nie richtig in Foren aktiv, sondern habe da meistens nur Kontakte geknüpft und dann eine Skypegruppe gebildet und den gezielten Austausch gesucht. Dazu Bücher studiert und hin und wieder ein Seminar besucht. Später dann auch mal ein bezahlten Coach gebucht. Foren waren mir nie so symphatisch, weil da doch viele Prahler und Dummredner anonym ihr Halbwissen an die noch weniger wissende Gemeinschaft abgesondert haben. Es war einfach schwer einzuschätzen, ob jmd wirklich was drauf hatte. Viele eben nicht, wie du ja selbst auch geschrieben hast.

Ein Anfänger wird das ganze Thema mit den Emotionen zwar wahrnehmen und dokumentieren, aber kann noch nicht verstehen, wie man damit umgehen muss und warum das die wirklich wichtigen Informationen sind. Als Anfänger wäre es für mich nur dahingehend sinnvoll gewesen, um am Ende zu sehen, ob ein Setup (denn Money- und Trade-Management waren für mich damals Fremdwörter) funktioniert.

Exakt meine Sichtweise. U.a. deshalb habe ich auch den Artikel geschrieben. Der Anfänger wird mit Infos und Eindrücken überfrachtet und hat nicht mal einen Schimmer davon, wie er davon überhaupt profitieren könnte. Zum Start nur die reinen Zahlen ist in meinen Augen ausreichend als privater Trader.

effektiv ist es nur in der Art, wie Birgit es beschrieben hat, wenn man es mit anderen Tradern und dem eigenen Coach teilt.

Dabei ist es nicht mal wirklich entscheidend, ob diese Trader selbst profitabel sind

Wobei es nat. gut ist, wenn er mit Echtgeld profitabel ist. Er kann sich dann noch besser in den Schüler hineinversetzen und kennt sich mit praktischen Problemen besser aus. Aber grundlegend bin ich da auch bei dir. Sogar ein branchenfremder Coach kann dir als Trader helfen, deine Performance zu steigern. Der Coach muss auch keine Ausbildung haben, sondern er muss dich gut verstehen und führen können. Ebenso muss er aber auch den Respekt und das Vertrauen seines Schülers genießen – es ist für mich Teamarbeit, die hier zum Erfolg führt.

Dienstag und Donnerstag waren meine profitabelsten Handelstage.

Wirklich ein interessantes Detail, welches einem eben nur durch Statistiken auffällt. Hattest du diese Info denn irgendwie für dein Trading nutzen können?

Um die Info´s über die Profitabilität für mich Nutzen zu können, hätte ich wahrscheinlich detailliert Analysieren müssen, ob die Outperformance von Einzeltrades verursacht wurde bzw. ob an den schwächeren Tagen irgendein wiederkehrendes Pattern dafür verantwortlich zeichnet.

Im Forex-Bereich habe ich vor allem im EURUSD die Erfahrung gemacht, dass Extrem-Punkte sich statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von deutlich mehr als 20% auf je Montag und Freitag verteilen. Annahme ist, dass jeder Wochentag die gleiche Chance hat, ein Wochenhoch bzw. -tief auszubilden. Auswertungen und eigene Aufzeichnungen haben dies aber widerlegt.

Demnach kann man davon ausgehen, dass der Montag oft ein Richtungskampf ist, wo man schwerer Gewinne machen kann, als wenn der Trend für die Woche bereits etabliert ist. An Freitagen sind Extrema übrigens besonders häufig aufgetreten, was unter anderem mit den NFP-Zahlen zu erklären ist, wo durch die Ausschläge am Freitag sowohl das Hoch, als auch das Tief der Woche ausgelotet wurde.

Ob dieses Verhalten noch immer so anzutreffen ist, kann ich aber aktuell nicht beurteilen. Das waren statistische Auswertungen, die ich mit Trader-Freunden vor gut 7 Jahren durchgeführt hatte. Damals war die Vola auch noch deutlich höher als sie es heute ist. Tage mit 200 Pips und mehr an Handelsspanne waren da eher die Regel als die Ausnahme.

Viele Grüße
DaBuschi

Du hättest dann eigentl auch noch checken müssen, ob du an den anderen Tagen zu mehr Fehlern geneigt hast. Sprich: Ob diese Auffälligkeit in der Performance etwas mit deinem Verhalten zu tun haben könnte. Evtl war es auch einfach eine Momentaufnahme.

An Freitagen sind Extrema übrigens besonders häufig aufgetreten, was unter anderem mit den NFP-Zahlen zu erklären ist

Hört sich nicht so abwegig an, ja. Um welche Extrempunkte ging es dabei: Im Tagestrend, 4h, Wochenextrema, oder welche meinst du genau?

Und was handelst du aktuell für Märkte, nur Forex?

Bei den Extrema ging es um die Hochs- und Tiefs der Wochenkerze. Von der Idee her ähnlich wie Dein Ansatz früh am Morgen in den Markt zu gehen, weil man da den längsten Weg der Bewegung mitnehmen kann, wenn der Markt in eine Richtung läuft. Das geht auch auch Wochenbasis, es sei denn Hoch und Tief fallen auf den selben Wochentag ��

Im Moment handel ich bunt gemischt. Langfristig investiere ich in Dividendenaktien zur Generierung von passivem Einkommen. Day- und Swingtrading handel ich Forex und Index-CFDs. Hier und da mal Rohstoffe. Eigentlich alles, wo der Chart vielversprechend aussieht. Aber schwerpunktmäßig Forex und Dax.

Hallo Ingmar,
sehr schöner, ausführlicher Artikel (und Blog),
sein Trading aufzuzeichnen ist glaube ich einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zum professionellen und profitablen Trading.
Denn mit der Aufzeichnung der Erfolge, vor allem aber der Misserfolge bekommt man direkt vor Augen gehalten, was man kann und was man nicht kann. Es ist nicht mehr möglich, schlechte Trades einfach im Geiste zu verbannen und so zu tun als wären sie niemals wirklich da gewesen.
Ein Tradingtagebuch gibt die Möglichkeit sich selbst beim Trading zu begleiten.
Es verstärkt den, wie du schreibst, “Nutzen von Aufzeichnungen und daraus resultierendem Feedback”, was es ermöglicht vergangene Trades zu reflektieren und daraus gewonnene Erkenntnisse in zukünftigen Trades umzusetzen.

Ich habe einen Artikel zum Selbstcoaching im Trading geschrieben, der den Kreislauf: Vorbereitung-Planung-Ausführung-Überprüfung beschreibt.

Ich hoffe, es ist ok, wenn ich den Link hier poste, vielleicht interessiert er ja den einen oder anderen Leser insbesondere im Zusammenhang mit der Verwendung eines Tradingtagebuchs.

Danke, viel Erfolg und Grüße
Mark

Die klassische Lernschleife, die ein Performer durchlaufen muss. Sollte jeder Trader kennen, deshalb bekommst du dein Link.

sein Trading aufzuzeichnen ist glaube ich einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zum professionellen und profitablen Trading.

Ja, aber ich halte nicht zu viel davon, alles selbst im stillen Kämmerlein mit sich selbst auszumachen. Die wenigsten Leute bekommen ein Selbstcoaching wirklich gut hin. Von Zeit zu Zeit und sehr gezielt mit einem passenden Trader Coach zusammenzuarbeiten oder eine kleine Trainingsgruppe zu bilden, halte ich für sinnvoller.

Wie führst du dein Tradingtagebuch, manuell oder benutzt du Software?

Danke Ingmar!
Die Trading Coach Debatte ist schwierig.
Auf der einen Seite ist es bestimmt von Nutzen einen erfahrenen Mentor zu haben, denn lernen kann man schließlich nie genug.
Auf der anderen Seite ist das Finden eines solche schwierig, wenn er nicht sowieso im Umfeld “vorhanden” ist.
In dem Moment, wo ich meine Setups habe, mein Tradingplan aufgestellt ist usw, ist das Tagebuch eine reine Kontrollinstanz (und kann eben zur späteren Analyse herangezogen werden).
Nimm dein Coin-Flip-Experiment. Gut, das war jetzt ein öffentliches Tagebuch, aber du hättest dich innerhalb des Versuchs nicht vom Setup und der geplanten Ausführung abbringen lassen und das ist gut so.
Wenn du dort jetzt externe Mentoren oder Mitglieder einer Lerngruppe eingreifen lässt, dann hast du am Ende gar nichts eigenes mehr und kannst dich auch nicht mehr auf das Setup verlassen.
Am Ende ist, meiner Meinung nach, Trading (bis auf den Austausch in Foren, Blogs oder bei persönlichen Treffen von Tradern) ein einsames Geschäft, weil jeder Tradingansatz und dessen Ausführung letztendlich individuell und nicht reproduzierbar ist. Genauso wie es bei Sportlern ausserhalb des Mannschaftssport ist. Natürlich tauschen sich Tennisprofis untereinander aus (im Sinne von persönlichen Gesprächen), und selbstverständlich haben sie einen Trainings-/Wettkampfplan mit ihrem Trainer ausgearbeitet. Aber dennoch greift wieder der “Vorbereitung-Planung-Ausführung-Überprüfung” Kreislauf.
Die Aufzeichnung und Auswertung der Ergebnisse ist intern, einsam, individuell.

Ich benutze ein programmiertes Excel basiertes Tool eines US Anbieters als Trading-Journal.

Viele Grüße
Mark

danke für deine Sichtweise und den Input! Excel eignet sich gut dafür. Mache ich auch, größtenteils.

Auf der anderen Seite ist das Finden eines solche schwierig

Absolut richtig. Hier liegt das Problem. Wenn du dich coachen lässt, muss es 100% passen. Sonst ist es kontraproduktiv.

Jeder kann es mit Trial and Error zum Erfolg bringen. Davon bin ich überzeugt. Aber mit einem wirklich guten Coach, wird es schneller gehen, deine Motivation steigert sich und beschleunigt den Lernprozess zusätzlich. Der Spaßfaktor ist idR ebenfalls höher und trägt zum schnelleren Erfolg bei.

Die Aufzeichnung und Auswertung der Ergebnisse ist intern, einsam, individuell.

Ja, definitiv. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es meistens zu besseren Ergebnissen führt, wenn du zumindest von Zeit zu Zeit auch den Blickwinkel und die Erfahrungen anderer Leute für die Interpretation deiner eigenen Situation nutzt.

Ein Zusammenschluss von Tradern kann da nützlich sein, wenn die richtigen zusammenfinden und genau festgelegt wird, wie man voneinander profitieren möchte und was man besser lassen sollte.

Zudem sollte so eine Gruppe möglichst nicht zu groß und es sollten alle Beteiligten auf einem ähnlichen Wissens und Erfahrungsstand sein.

Was für mich allerdings zB überhaupt nicht gut funktioniert (und das darf jetzt nicht mit Trainingsgruppe verwechselt werden), ist eine Sache, die gerade viele Anfänger toll finden: Zusammen in einem Chat oder Forum in Echtzeit Tradingideen austauschen.

Katastrophe! Habe ich ganz flott wieder sein lassen.

Auch mit guten Tradern tausche ich mich heute nicht gerne über konkrete Tradingideen aus. Es ist einfach psychologisch schwierig, wenn du weißt, du wettest jetzt mit deinem eigenen Trade gegen einen erfahrenen Trader. Außer derjenige handelt komplett andere Märkte natürlich.

Wenn ich mich austausche, geht es oft um Themen des Risikomanagements bzw. Disziplin.

Ich höre mir bsp an, wo der andere Probleme bekommen hat und versuche herauszubekommen, wie er sich in diese Lage manövrieren konnte. Später schau ich, ob mir das auch passieren könnte bzw wie ich das für mich vermeiden kann. Selten werden auch interessante Tradingansätze diskutiert.

Deshalb gilt für mich die Devise: Genau im Voraus klären, wie man voneinander profitieren könnte und nicht planlos zusammenarbeiten.

Hast du diese ‘Traderchatterei’ auch schon gemacht? Und, wenn ja, konntest du einen Nutzen daraus ziehen?

Hallo Ingmar,
ich lese in ein paar Forren aus reinem Interesse mit, in einem poste ich auch mal ein paar Trades.
Die Qualität des Forums ist natürlich enorm wichtig, wenn man weiss, wer die guten (erfahrenen) Trader sind (und in vielen Foren gibt es kaum welche), dann macht ein Austausch auch Spaß.
Wobei auch hier wieder gesagt werden muss, dass das für einen Anfänger nichts ist, weil er einfach noch keinen eigenen Tradingstil hat und dann wahrscheinlich lediglich andere Trades nachtradet, was natürlich “tödlich” ist.

Du sagtst:
“Wenn ich mich austausche, geht es oft um Themen des Risikomanagements bzw. Disziplin.”

Leider ist mir in den letzten Jahren aufgefallen, dass gerade in der Forenszene in diesem Bereich immer weniger los ist.
Als ich angefangen habe mich für Aktien zu interessieren (1997), war jeder bereit Wissen zu teilen und es wurde jede Moneymanagement-Strategie über Tage diskutiert.
Heute sind die, die wissen wie es geht scheinbar müde, es immer und immer wieder zu wiederholen, was dazu führt, dass Anfänger oft kaum noch Diskussionen in Foren zu diesem Thema finden.

Ich habe eine Liste von 6 oder 7 Foren und die meisten davon sind verwaist, bei machen liegt der Schatz in den Archiven, wenn man alte Threads ausgräbt und durcharbeitet.

Ich habe eine Liste von 6 oder 7 Foren und die meisten davon sind verwaist

Es wundert mich, dass neben den extrem oberflächlichen ‘sozialen Medien’ und den vielen Facebookgruppen überhaupt noch Foren existieren. Aber du hast Recht: Wenn es qualitativ stimmt, kannst du da schon ein paar brauchbare Sachen rausziehen.

Als Anfänger stehen sich die meisten tatsächlich selbst im Weg, weil sie schnellstmögliche Ergebnisse sehen wollen und lieber nachtraden, als selbst ein Trader zu werden und eine gute Strategie auszutüfteln.

Du kannst gerne mal deine Top 3 Trading Foren hier posten.

Und du tradest Aktien auf Tagesbasis, oder wie?

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